Klarheit über Vertrauensfrage

Hat Scholz wirklich mit der Vertrauensfrage gedroht? SPD-Generalsekretär Miersch klärt auf

Matthias Miersch, designierter SPD-Generalsekretär, zu Gast bei "maischberger" im Ersten.

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In der politischen Diskussion rund um das geplante Sicherheitspaket der Ampelregierung hat es zuletzt heftig geknirscht. Berichte über eine angebliche Vertrauensfrage von Bundeskanzler Olaf Scholz sorgten für Aufregung. Doch Matthias Miersch, designierter SPD-Generalsekretär, stellt jetzt klar: Scholz habe in der Bundestagsfraktion nicht mit der Vertrauensfrage gedroht. In der ARD-Talksendung "maischberger" sprach Miersch von einer intensiven Debatte und einer klaren Zustimmung innerhalb der Fraktion.

SPD-Fraktion stimmt deutlich für das Sicherheitspaket

Miersch betonte im Gespräch mit Sandra Maischberger, dass die Abstimmung über die geplanten Asylverschärfungen „sehr sehr deutlich“ gewesen sei. Eine große Mehrheit der SPD-Fraktion habe sich für das Gesetzespaket ausgesprochen. Die angebliche Drohung von Olaf Scholz, die Vertrauensfrage zu stellen, wies Miersch entschieden zurück. „Er hat nicht mit der Vertrauensfrage gedroht“, sagte er eindeutig in der Sendung.

Intensive Debatte über Grundrechte

Gleichzeitig räumte Miersch ein, dass die Diskussion in der Fraktion lebendig und intensiv gewesen sei – was angesichts der Bedeutung des Themas auch verständlich sei. Es ging schließlich darum, wie man mit Grundrechten umgeht, ein Thema, das immer wieder für Spannungen sorgt. Gerade in der SPD wird das Spannungsverhältnis zwischen Sicherheit und Freiheitsrechten häufig intensiv diskutiert.

Mierschs Appell an die Fraktionsdisziplin

Miersch machte außerdem klar, dass nun alle gefordert seien, die sogenannte Fraktionsdisziplin einzuhalten. Das heißt, trotz eventueller persönlicher Bedenken am gemeinsamen Kurs der SPD festzuhalten. Dieser Appell könnte als Zeichen dafür verstanden werden, dass trotz der deutlichen Zustimmung innerhalb der Fraktion noch nicht alle Zweifel restlos ausgeräumt sind.