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Riester-Rente soll abgelöst werden

Grüne wollen staatlichen Bürgerfonds für Altersvorsorge

Symbolbild: Altersvorsorge, via dts Nachrichtenagentur

Ein staatlich verwalteter Bürgerfonds nach schwedischem Vorbild: So stellen sich die Grünen die Zukunft der privaten Altersvorsorge vor. Mit ihrem Vorschlag wollen sie die gescheiterte Riester-Rente ersetzen und eine automatische Beteiligung für abhängig Beschäftigte ermöglichen. Ob die Pläne auf Zustimmung im Bundestag stoßen, ist jedoch fraglich.

Neuer Anlauf für die Rente

Die Grünen im Bundestag wollen die private Altersvorsorge radikal umkauen. Ein staatlich gemanagter Bürgerfonds nach schwedischem Modell soll die Rentner besser absichern.

Die Partei schlägt vor, dass abhängig Beschäftigte automatisch einen Teil ihres Gehalts einzahlen. Eine Ausstiegsklausel soll es ihnen jedoch erlauben, dem Modell zu widersprechen. Selbstständige sollen die Möglichkeit haben, freiwillig beizutreten.

Unabhängige Verwaltung und nachhaltige Geldanlage

Der Fonds soll politisch unabhängig und professionell verwaltet werden. Geplant ist eine breite, passive und renditeorientierte Geldanlage. Investitionen in fossile Geschäftsmodelle sind ausgeschlossen, deutsche und europäische Wertpapiere sollen bevorzugt werden.

Die Grünen sehen darin eine deutliche Verbesserung gegenüber der erfolglosen Riester-Rente und eine Alternative zu den jüngsten Vorschlägen von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD).

„Der grüne Bürgerfonds markiert einen echten Neustart in der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge“, erklärte der Grünen-Politiker Stefan Schmidt. Er sei überzeugt, dass der vorgeschlagene Fonds „wirklich für höhere Zusatzrenten im Alter“ sorgen werde.

Der Beschlussantrag soll im Februar in den Bundestag eingebracht werden. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse wird jedoch erwartet, dass die Pläne von der Union und der SPD abgewiesen werden.

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