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EU‑Plan stößt auf Protest

Grüne-Fraktionschefin Dröge kritisiert EU‑Plan für Abschiebezentren

Grüne-Fraktionschefin Dröge kritisiert EU‑Plan für Abschiebezentren

Katharina Dröge (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Katharina Dröge, Vorsitzende der Grünen‑Bundestagsfraktion, hat die kürzlich im EU‑Parlament verabschiedete Regelung, in der Abschiebezentren für abgelehnte Asylbewerber außerhalb der Europäischen Union eingerichtet werden sollen, scharf kritisiert. Sie bezeichnete den Schritt als menschenrechtswidrig und warnt vor einer Politik, die Familien weiter in Haft hält.

EU‑Beschluss und Reaktion der Grünen

Im Rahmen einer umfassenden Asylreform hat das Europäische Parlament zusammen mit den Mitgliedstaaten beschlossen, sogenannte „Return Hubs“ in Drittstaaten zu etablieren. Dort sollen abgelehnte Asylbewerber untergebracht werden, wenn eine Rückführung in das Herkunftsland nicht unmittelbar möglich ist.

Dröge fordert in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Wer Familien mit Kindern bis zu 30 Monate in Haft nimmt, betreibt eine menschlich kalte Politik.“ Sie wirft dem deutschen Innenminister Alexander Dobrindt vor, in Brüssel für die Entscheidung geworben zu haben.

Hintergrund und umstrittene Aspekte

Die geplanten Zentren sollen in Ländern entstehen, die bislang keine Abkommen mit der EU über Rückführungen besitzen. Uganda wird als möglicher Standort genannt, konkrete Standorte sind jedoch noch nicht festgelegt.

Kritiker sehen in der Regelung ein Risiko für die Rechte der Betroffenen. Ohne gesicherte Rechtsgrundlagen könnten Abschiebezentren zu Orten werden, an denen Asylsuchende wenig rechtlichen Schutz haben.

Politische Folgen

Die Grünen betonen, dass die Reform den Zugang zu Recht systematisch erschwere und mehr Chaos als Ordnung bringe. Gleichzeitig warnt Dröge davor, dass die Initiative unter Beteiligung der extremen Rechten zustande gekommen sei und das Asylsystem in der EU weiter demontiere.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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