Banaszak kritisiert Schwarz-Rot

Grüne fordern „ohne ideologische Scheuklappen“: Tempolimit und 9-Euro-Ticket gegen Spritpreise

Grüne fordern „ohne ideologische Scheuklappen“: Tempolimit und 9-Euro-Ticket gegen Spritpreise

Besorgte Autofahrer an einer Tankstelle im März 2026. Die Spritpreise sorgen weiterhin für Unmut. (Symbolbild)

Angesichts steigender Spritpreise drängt Grünen-Chef Felix Banaszak auf entschlossene Maßnahmen zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs. Er plädiert für ein befristetes Tempolimit, die Wiedereinführung des 9-Euro-Tickets und eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne. "Wir brauchen jetzt grundlegende Maßnahmen, um die Menschen und die Unternehmen zu schützen", so Banaszak. Die CDU/CSU-geführte Regierung wirft er dabei Mutlosigkeit vor.

Mehr Tempo bei der Entlastung

Grünen-Chef Felix Banaszak hat angesichts der explodierenden Benzin- und Dieselpreise mehrere konkrete Vorschläge zur Entlastung der Bevölkerung und zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs vorgelegt. In einem Gespräch mit dem „Spiegel“ betonte Banaszak die Notwendigkeit, „ohne ideologische Scheuklappen“ zu agieren.

Ein Tempolimit als schnelle Lösung

Eine sofort wirksame Maßnahme sei für ihn ein befristetes Tempolimit auf deutschen Straßen. „Ein befristetes Tempolimit reduziert sofort den Spritverbrauch, dämpft so die Preise und hilft solidarisch und unkompliziert allen, die im Beruf auf das Auto angewiesen sind“, erklärte der Grünen-Politiker. Dies sei nicht nur emissionsmindernd, sondern auch eine direkte finanzielle Erleichterung.

Das 9-Euro-Ticket zurück

Auch die Wiedereinführung des beliebten 9-Euro-Tickets wird von Banaszak erneut ins Gespräch gebracht. „Mindestens für die Dauer des Krieges würde es Millionen Menschen den temporären Umstieg auf die Öffentlichen erleichtern“, argumentiert er und zeigte sich verwundert darüber, dass diese Option offenbar nicht diskutiert wird.

Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne

Als weitere Möglichkeit schlug Banaszak eine „vorübergehende Übergewinnabgabe der Mineralölkonzerne“ vor. Die Einnahmen daraus sollen direkt zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger, beispielsweise über die Stromrechnung, verwendet werden.

Kritik an der Regierung

Banaszak übte scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und dessen Ampelkoalition. Ihnen fehle es an Mut im Umgang mit der Energiekrise. „Sie haben Angst vor den Bürgern, dabei haben diese schon oft bewiesen, dass sie in der Krise bereit sind, Rücksicht zu nehmen, wenn sie einen Sinn darin sehen und eine Regierung erleben, die selbst tut, was nötig und pragmatisch ist“, so der Grünen-Vorsitzende. Er diagnostizierte: „Dieser Kanzler kann nicht Krise“.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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