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Stoff‑Ahnis kritisiert Reformentwurf

GKV-Spitze warnt vor zu geringer Pharma‑Einsparung

Tabletten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV‑Spitzenverbands, Stefanie Stoff‑Ahnis, ruft in der Debatte um Ministerin Nina Warkens Krankenkassenreform zu stärkeren Einsparungen bei Arzneimitteln auf. Laut ihrer Aussage würden die geplanten Maßnahmen ein „Schonprogramm“ für die Pharmaindustrie darstellen.

Pharma‑Kosten steigen stark

Nach Angaben des GKV‑Spitzenverbands haben die Ausgaben für Arzneimittel seit 2012 um 118 % auf rund 59 Milliarden Euro zugenommen. Damit ist das Segment nach den Krankenhauskosten der zweitgrößte Kostenblock der gesetzlichen Krankenversicherung.

Stoff‑Ahnis kritisiert den Reformvorschlag

Stoff‑Ahnis, die in einem Interview mit der Rheinischen Post sprach, hält den aktuellen Entwurf der Finanzkommission Gesundheit für zu wenig ambitioniert. Sie fordert die Einführung eines dynamischen Herstellerrabatts, der ihrer Ansicht nach ein Sicherheitsnetz für Beitragszahler darstellen würde.

Dynamischer Herstellerrabatt

Der vorgeschlagene Rabatt soll verhindern, dass steigende Arzneimittelkosten direkt auf Versicherten und Arbeitgeber abgewälzt werden. Laut GKV‑Vertreterinnen und -Vertretern stoßen solche Regelungen bei der Pharmaindustrie auf erheblichen Widerstand.

Folgen für die Beitragssätze

Ohne wirksame Preisbremsen könnten die Krankenkassenbeiträge weiter nach oben wandern. Das würde insbesondere Arbeitnehmer und Unternehmen stärker belasten.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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