Deutliche Unterschiede zwischen Ost und West

Geschwister-Abstände: Ostdeutsche sind geduldiger

Geschwister-Abstände: Ostdeutsche sind geduldiger

Zwei kleine Kinder laufen auf einem Feldweg (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Zeit zwischen der Geburt von Geschwisterkindern unterscheidet sich in Deutschland erheblich. Vor allem im Osten lassen sich Eltern mehr Raum zwischen den Kindern. Ein entscheidender Faktor könnte das Alter der Mütter bei der ersten Geburt sein.

Geschwister-Abstände steigen nur leicht

Im Jahr 2024 beträgt der Abstand zwischen dem ersten und zweiten Kind innerhalb Deutschlands im Schnitt 3,1 Jahre. Das hat das Statistische Bundesamt (Destatis) mitgeteilt. Zehn Jahre zuvor waren es noch 3,3 Jahre. Die Geburten des dritten und vierten Kindes liegen altersmäßig noch weiter auseinander: Hier betrugen die Abstände 3,8 und 3,6 Jahre.

Ost-West-Gefälle bemerkbar

In den ostdeutschen Bundesländern ohne Berlin ist der zeitliche Abstand zwischen den Geschwistern merklich größer. So liegen zwischen dem ersten und zweiten Kind im Osten durchschnittlich 3,8 Jahre, im Westen nur 3,0 Jahre. Auch beim Abstand zum dritten Kind zeigt sich dieses Muster: 4,4 Jahre im Osten gegenüber 3,7 Jahren im Westen.

Mütter im Osten jünger

Als möglicher Grund für dieses Gefälle nennt Destatis das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes. Während Frauen in den westdeutschen Ländern im Schnitt 30,5 Jahre alt sind, liegt dieser Wert in Ostdeutschland bei 29,2 Jahren. Die jüngeren Mütter im Osten haben demnach mehr Jahre Zeit zwischen den Geburten, scheinen diese aber auch zu nutzen, um einen größeren Abstand zu ihren Kindern zu halten.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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