Warken macht Druck vor Parteitag

Frauen-Union fordert mehr Einsatz für Gleichberechtigung in der CDU

Frauen-Union fordert mehr Einsatz für Gleichberechtigung in der CDU
Foto: Nina Warken (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Vorsitzende der Frauen-Union, Nina Warken, appelliert an die CDU, Frauen bei der Besetzung von Gremien und bei Wahlen stärker zu berücksichtigen. Angesichts des bevorstehenden Bundesparteitags, bei dem das Führungspersonal neu gewählt wird, pocht Warken auf eine bessere Platzierung von Frauen und sieht Handlungsbedarf im Koalitionsausschuss.

Gleichberechtigung im Fokus

Die Chancen für Frauen in der CDU müssen deutlich verbessert werden. Das fordert Nina Warken, die Chefin der Frauen-Union, mit Blick auf den kommenden Bundesparteitag. „Die Repräsentanz von Frauen sollte gemeinsames Anliegen sein, das muss sich in Zukunft stärker abbilden“, sagte sie im Vorfeld des Treffens der „Wochentaz“.

Die Frauen-Union will daher gezielter auf die Landesvorsitzenden zugehen. Ziel sei es, Frauen bei Listenaufstellungen angemessen zu positionieren.

Frauen sollen sich trauen

Gleichzeitig ermutigt Warken die Parteifreundinnen, selbstbewusster in den Kampf um Führungspositionen zu ziehen. „Wir sollten nie davon ausgehen, dass der Weg für uns wie selbstverständlich geebnet ist. Wir müssen schon in die Auseinandersetzung gehen und uns aufdrängen“, fordert sie.

Mehr Frauen in Führungsgremien seien auch mit Blick auf den Koalitionsausschuss wichtig. Dessen aktuelle Zusammensetzung, in der neben Bärbel Bas (SPD) keine weitere Frau sitzt, bezeichnet Warken als „unbestritten ein Problem“.

Quote erhalten, nicht abschaffen

Für die Führungsgremien der CDU gilt ab Juli 2025 eine Frauenquote von 50 Prozent. Warken spricht sich klar gegen eine Abschaffung aus. „Allen muss klar sein, dass wir nach fünf Jahren noch nicht da sein werden, wo wir sein wollen. Deshalb sollten wir die Quote gegebenenfalls nachbessern, aber nicht abschaffen“, betont sie. Die schrittweise Einführung der Quote hatte die Partei 2022 beschlossen; sie ist bis 2029 befristet.