Gleichberechtigung im Fokus
Die Chancen für Frauen in der CDU müssen deutlich verbessert werden. Das fordert Nina Warken, die Chefin der Frauen-Union, mit Blick auf den kommenden Bundesparteitag. „Die Repräsentanz von Frauen sollte gemeinsames Anliegen sein, das muss sich in Zukunft stärker abbilden“, sagte sie im Vorfeld des Treffens der „Wochentaz“.
Die Frauen-Union will daher gezielter auf die Landesvorsitzenden zugehen. Ziel sei es, Frauen bei Listenaufstellungen angemessen zu positionieren.
Frauen sollen sich trauen
Gleichzeitig ermutigt Warken die Parteifreundinnen, selbstbewusster in den Kampf um Führungspositionen zu ziehen. „Wir sollten nie davon ausgehen, dass der Weg für uns wie selbstverständlich geebnet ist. Wir müssen schon in die Auseinandersetzung gehen und uns aufdrängen“, fordert sie.
Mehr Frauen in Führungsgremien seien auch mit Blick auf den Koalitionsausschuss wichtig. Dessen aktuelle Zusammensetzung, in der neben Bärbel Bas (SPD) keine weitere Frau sitzt, bezeichnet Warken als „unbestritten ein Problem“.
Quote erhalten, nicht abschaffen
Für die Führungsgremien der CDU gilt ab Juli 2025 eine Frauenquote von 50 Prozent. Warken spricht sich klar gegen eine Abschaffung aus. „Allen muss klar sein, dass wir nach fünf Jahren noch nicht da sein werden, wo wir sein wollen. Deshalb sollten wir die Quote gegebenenfalls nachbessern, aber nicht abschaffen“, betont sie. Die schrittweise Einführung der Quote hatte die Partei 2022 beschlossen; sie ist bis 2029 befristet.




