Mit geschickten Tricks wie Ablenkungsmanövern oder scheinbar harmlosen Fragen schlagen sie zu – und die Opfer bemerken den Verlust oft erst später. Die Polizei warnt vor den Gefahren und gibt wichtige Tipps, wie man sich schützen kann.
Wie Taschendiebe vorgehen: Die Tricks der Diebe
Die Polizei beschreibt eine klare Masche: Oft agieren die Täter im Trio. Während einer das Opfer ablenkt – etwa durch eine Wegfrage oder das Angebot, eine vermeintlich wichtige Petition zu unterschreiben –, schlägt der zweite zu und greift nach Wertsachen. Die Beute wird dann an einen dritten Komplizen weitergereicht, der sofort verschwindet. Besonders beliebt sind Smartphones, Portemonnaies und Bargeld – gerade zur Weihnachtszeit, wenn viele Menschen mehr Geld dabeihaben als üblich. Auch das „zufällige“ Anrempeln oder Beschmutzen von Kleidung dient den Dieben als Vorwand, näher ans Opfer heranzutreten.
Präsenz zeigen: Polizei verstärkt Maßnahmen
In diesem Jahr setzt das Polizeipräsidium Reutlingen auf verstärkte Kontrollen und Präventionsmaßnahmen. Neben uniformierten Kräften patrouillieren auch zivile Beamte durch die Weihnachtsmärkte, um potenzielle Täter abzuschrecken oder auf frischer Tat zu ertappen. Trotz aller Bemühungen sind die Besucher selbst gefragt, aktiv auf ihre Sicherheit zu achten.
„Werden Sie besonders misstrauisch, wenn Sie angerempelt werden, und tragen Sie Ihre Wertsachen immer nah am Körper“, rät die Polizei.
Tipps der Polizei: So schützen Sie sich vor Diebstahl
Um Taschendieben keine Chance zu geben, hat die Polizei einige wichtige Tipps für Weihnachtsmarktbesucher zusammengestellt:
- Handtaschen immer geschlossen halten und mit der Verschlussseite zum Körper tragen.
- Wertsachen wie Geld, EC-Karten und Smartphones in verschlossenen Innentaschen, Gürteltaschen oder Brustbeuteln transportieren – niemals in der Hosentasche.
- Nur so viel Bargeld und Karten mitnehmen, wie unbedingt nötig.
- In Menschenansammlungen und Gedränge besonders aufmerksam bleiben.
- Keine Geheimzahl schriftlich mitführen, auch nicht getarnt.
- Beim Bezahlen darauf achten, dass niemand die PIN-Eingabe beobachtet.
Wer Opfer eines Diebstahls wird, sollte umgehend seine Karten unter der zentralen Sperrnummer 116 116 blockieren lassen und die Polizei verständigen.
Zusammenarbeit gefragt: Verdächtige Situationen melden
Die Polizei appelliert an die Marktbesucher, verdächtige Beobachtungen sofort zu melden – sei es den Beamten vor Ort, dem nächsten Polizeirevier oder im Notfall über die 110. „Das gilt nicht nur für Diebstähle, sondern auch für jede andere bedrohlich wirkende Situation“, heißt es in der Mitteilung.
Trotz einer aktuellen Entwarnung, was konkrete Gefährdungen angeht, bleibt der Schutz öffentlicher Veranstaltungen ein zentraler Schwerpunkt der Polizei. Prävention, ständige Analysen und eine enge Zusammenarbeit mit anderen Sicherheitsbehörden sollen sicherstellen, dass alle Weihnachtsmarktbesucher eine friedliche Adventszeit erleben können.
Weitere Informationen und Tipps finden Sie auf der Website der Polizei unter www.polizei-beratung.de.




