„Wir werden im Moment nicht vermisst“
Die FDP befindet sich laut Henning Höne in einer Krise, die tiefer reiche als der Abstieg aus dem Bundestag 2013. „Die FDP wird im Moment nicht vermisst“, sagte der nordrhein-westfälische Landeschef der Partei dem Magazin „Stern“. Viele Menschen hätten zwar Bedarf an liberalen Ideen und Perspektiven, würden aber die Partei selbst nicht mehr wählen.
Klarer Bruch als Angebot
Höne sieht die Ursache für die schwache Position der FDP darin, dass nach der vergangenen Bundestagswahl kein überzeugender Neustart gelungen sei. Ein solcher Neustart erfordere einen klaren Bruch mit der zurückliegenden Zeit in der Regierungskoalition. Er wolle den Wählern signalisieren, dass es eine neu aufgestellte FDP gebe. Sein eigenes Angebot für den Bundesvorsitz mache diesen Neustart auch personell deutlich, so Höne.
Kubicki-Ankündigung belanglos?
Trotz der angekündigten Kandidatur von Parteivize Wolfgang Kubicki für den FDP-Vorsitz hält Höne an seinem eigenen Anspruch fest. Seine Bewerbung stehe unabhängig davon, wer sonst noch antrete. Für den Erfolg der Partei seien unterschiedliche Perspektiven wichtig. Höne lehnt derweil schnelle Richtungsentscheidungen ab, um eine weitere Spaltung zu verhindern.
Neue Erzählung gesucht
Ein neuer Kommunikationsstil soll das Ruder herumreißen. Höne setzt auf Optimismus und Lösungsorientierung, um die Kernbotschaften wie Marktwirtschaft und Bürgerrechte stärker in den Vordergrund zu rücken. Gleichzeitig fordert er Mut zur Zuspitzung und möchte die FDP auf Social Media wieder als führende Kraft etablieren.




