Italo will in den Markt einsteigen
Italo plant, ab dem nächsten Fahrplanjahr Hochgeschwindigkeitszüge auf den stark frequentierten Verbindungen München‑Dortmund und München‑Hamburg zu betreiben. Der Privatbahnanbieter will damit in den Markt der deutschen Fernverkehrszüge einsteigen.
EVG befürchtet Abschottung der Provinz
EVG-Chef Martin Burkert kritisiert, dass ein solcher Markteintritt die Deutsche Bahn von den Hauptstrecken verdrängen könnte. „Wenn Italo Rosinenpickerei betreiben darf, zerlegt das unseren Fernverkehr,“ sagte Burkert gegenüber der Bild am Sonntag.
Betroffene Städte
Laut EVG‑Analyse könnten Anschlussverbindungen an den Bahnhöfen Aachen, Augsburg, Bamberg, Chemnitz, Cottbus, Freiburg, Ingolstadt, Jena, Magdeburg, Münster, Norddeich Mole, Osnabrück, Rostock, Saarbrücken, Schwerin und Singen stark eingeschränkt werden. In Trier drohte zudem der Wegfall einer geplanten IC‑Anbindung.
Politische Verantwortung
Burkert richtet sich an Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) und fordert, den Wettbewerb fair zu gestalten. Er verlangt Paketlösungen, die Italo verpflichten, neben den Hauptstrecken auch Regionalverkehre zu bedienen, damit keine Städte wie Schwerin oder Jena abgehängt werden.




