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Italo-Entry könnte ICE-Linien gefährden

EVG warnt: 16 Städte drohen vom Fernverkehr abgeschnitten

EVG warnt: 16 Städte drohen vom Fernverkehr abgeschnitten

Zug bei der Deutschen Bahn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Eisenbahn‑ und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sieht bei dem geplanten Einstieg des italienischen Anbieters Italo auf den Strecken München‑Dortmund und München‑Hamburg die Gefahr, dass mindestens 16 deutsche Städte vom ICE‑ und IC‑Verkehr abgekoppelt werden. In einer Analyse der Gewerkschaft werden mögliche Folgen für den Fernverkehr skizziert.

Italo will in den Markt einsteigen

Italo plant, ab dem nächsten Fahrplanjahr Hochgeschwindigkeitszüge auf den stark frequentierten Verbindungen München‑Dortmund und München‑Hamburg zu betreiben. Der Privatbahnanbieter will damit in den Markt der deutschen Fernverkehrszüge einsteigen.

EVG befürchtet Abschottung der Provinz

EVG-Chef Martin Burkert kritisiert, dass ein solcher Markteintritt die Deutsche Bahn von den Hauptstrecken verdrängen könnte. „Wenn Italo Rosinenpickerei betreiben darf, zerlegt das unseren Fernverkehr,“ sagte Burkert gegenüber der Bild am Sonntag.

Betroffene Städte

Laut EVG‑Analyse könnten Anschlussverbindungen an den Bahnhöfen Aachen, Augsburg, Bamberg, Chemnitz, Cottbus, Freiburg, Ingolstadt, Jena, Magdeburg, Münster, Norddeich Mole, Osnabrück, Rostock, Saarbrücken, Schwerin und Singen stark eingeschränkt werden. In Trier drohte zudem der Wegfall einer geplanten IC‑Anbindung.

Politische Verantwortung

Burkert richtet sich an Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) und fordert, den Wettbewerb fair zu gestalten. Er verlangt Paketlösungen, die Italo verpflichten, neben den Hauptstrecken auch Regionalverkehre zu bedienen, damit keine Städte wie Schwerin oder Jena abgehängt werden.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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