Schrittweises Auslaufen der Kontrollen gefordert
EU-Kommission drängt auf Rückkehr zur Grenzfreiheit in Deutschland
Verkehrskontrolle an der Grenze zu Polen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Die Europäische Kommission fordert Deutschland und acht weitere Schengen-Staaten auf, die seit Monaten wieder eingeführten Grenzkontrollen schrittweise zu reduzieren. EU-Generaldirektorin Vera Brunner sieht klare Fortschritte und verweist auf sinkende Asylzahlen sowie das neue EU‑weite Einreise‑ und Ausreisesystem.
EU-Entwurf zur Reduzierung der Grenzkontrollen
Brunner erklärte gegenüber den Funke‑Zeitungen, dass ein „schrittweises Zurückfahren der Kontrollen in den neun betroffenen Mitgliedstaaten möglich und angebracht“ sei – Deutschland eingeschlossen. Sie betonte, dass die Asylzahlen seit Jahresbeginn stark zurückgegangen seien und die bislang beschlossenen Maßnahmen, wie der Außengrenzschutz, bereits Wirkung zeigen.
Politische Gegenwehr in Berlin
Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) hält an den seit Frühjahr 2025 geltenden Verschärfungen fest. Trotz der bevorstehenden Reform des europäischen Asylsystems, die am kommenden Freitag in Kraft treten soll, plant die schwarz‑rote Bundesregierung, die Kontrollen vorerst beizubehalten.
Schengen‑Staate im Überblick
Aktuell führen neben Deutschland auch Österreich, Dänemark, Frankreich, Italien, die Niederlande, Norwegen, Slowenien und Schweden temporäre Grenz‑Checks durch. Die Kommission kann nur zu einer einheitlichen Handhabung raten – die Entscheidung bleibt bei den nationalen Regierungen.
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Quelle
- (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.
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