Brandanschlag in Dossenheim

Dossenheim: 28‑Jähriger wegen schwerer Brandstiftung in Untersuchungshaft

Polizeifahrzeug mit Blaulicht und digitalem Display.

Foto: Polizei BW

Am 1. Mai 2026 zündete ein 28‑jähriger Mann in der Bergstraße in Dossenheim die Wohnung seiner Ex‑Freundin an. Die Feuerwehr löste den Brand, zwei Personen erlitten Rauchgasintoxikationen. Der Beschuldigte stellte sich selbst der Polizei und befindet sich seit dem 2. Mai in Untersuchungshaft.

Nach einer stürmischen Auseinandersetzung zwischen dem 28‑Jährigen und seiner 30‑jährigen Ex‑Partnerin kündigte er in einer Sprachnachricht das „Abfackeln“ ihrer Wohnung an. Noch am selben Tag fuhr er mit einer mit Benzin befüllten 1,5‑Liter‑Flasche zur Bergstraße in Dossenheim.

Er verschaffte sich Zutritt zur menschenleeren Wohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses und legte an mehreren Stellen Feuer. In wenigen Minuten stand das Haus in Vollbrand. Gegen 12:30 Uhr bemerkte ein Anwohner das Feuer und alarmierte die Rettungskräfte.

Die Feuerwehr erreichte das Gebäude, brachte den Brand rasch unter Kontrolle und evakuierte das Haus. Zwei Personen litten an Rauchgasintoxikationen und wurden vom Rettungsdienst vor Ort behandelt.

Einsatzdetails

Die Feuerwehr Dossenheim war mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz. Die Polizei sicherte die Lage, führte Personenbefragungen durch und leistete Erste Hilfe.

Der Schaden am Gebäude wird nach derzeitigem Ermittlungsstand auf rund 200.000 Euro geschätzt.

Ermittlungsstand

Der Tatverdächtige stellte sich am Abend des 1. Mai selbst der Polizei. Am 2. Mai wurde er vom Amtsgericht Heidelberg, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg, wegen schwerer Brandstiftung in Tateinheit mit Körperverletzung in Untersuchungshaft genommen.

Nach derzeitigem Stand dauern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heidelberg und der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg weiterhin an.

Quelle
  • Polizei Mannheim

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