Neue Nummer eins vor Dieter Schwarz
Dieter Schwarz steht in der neuen Liste der 500 reichsten Deutschen des manager magazins nicht mehr an der Spitze. Die Gesellschafterfamilie des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim wird mit einem geschätzten Vermögen von 66,7 Milliarden Euro auf Rang eins geführt. Schwarz folgt mit 53,7 Milliarden Euro auf Platz zwei.
Bemerkenswert ist die Entwicklung trotzdem: Im Vorjahr hatte das Magazin das Vermögen des Lidl-Gründers noch auf 46,5 Milliarden Euro geschätzt. Damit ist die Schätzung binnen eines Jahres um 7,2 Milliarden Euro gestiegen. Die genannten Vermögenswerte sind Schätzungen des manager magazins und keine amtlich festgestellten Werte.
Starker Bezug zu Baden-Württemberg
Für Baden-Württemberg hat die Rangliste besondere Bedeutung. Lidl, Kaufland, PreZero und Schwarz Digits werden in der aktuellen Reichstenliste mit Neckarsulm verbunden. Die Schwarz Gruppe gehört zu den größten Unternehmensgruppen des Landes.
Im Geschäftsjahr 2025 erzielten die Unternehmen der Schwarz Gruppe nach eigenen Angaben einen Gesamtumsatz von 185,6 Milliarden Euro. Weltweit beschäftigte die Gruppe 604.000 Menschen, davon 217.000 in Deutschland. Für das laufende Geschäftsjahr sind Investitionen von mehr als zehn Milliarden Euro vorgesehen.
Warum Schwarz die Spitze verliert
Der Wechsel an der Spitze ist nicht auf einen Rückgang der Vermögensschätzung von Schwarz zurückzuführen. Vielmehr führt das manager magazin die Gesellschafterfamilie von Boehringer Ingelheim 2026 als Nummer eins. Nach Angaben des Verlags war der Name des Pharmaunternehmens über viele Jahre aufgrund einer Vereinbarung aus den Anfangsjahren der Reichstenliste nicht enthalten.
Auf Rang drei folgt die Familie Merck mit einem geschätzten Vermögen von 50,7 Milliarden Euro. Insgesamt zählt das Magazin aktuell 257 Milliardärinnen und Milliardäre beziehungsweise entsprechend vermögende Großfamilien in Deutschland – nach Angaben des Verlags ein Rekord.
So entstehen die Vermögensschätzungen
Die Rangliste erscheint 2026 zum 26. Mal. Für die Bewertungen recherchiert das manager magazin nach eigenen Angaben unter anderem in Archiven und Registern sowie bei Vermögensverwaltern, Anwälten und Bankern. Aktienvermögen wird anhand von Börsenkursen bewertet; bei nicht börsennotierten Unternehmen fließen unter anderem Umsatz, Profitabilität und Marktstellung ein.




