Breite Akzeptanz – vom Metropolen-Flair zum Landleben
Das 49-Euro-Ticket, wie es liebevoll genannt wird, hat sich im ÖPNV fest etabliert. Laut dem dritten Zwischenbericht einer unabhängigen Gutachterkommission, die vom Institut für angewandte Sozialwissenschaft geleitet wird, greifen rund 14,5 Millionen Menschen regelmäßig zu. Das ist gut ein Fünftel der Bevölkerung. Die Nachfrage ist nicht nur in den großen Ballungsräumen groß, sondern auch in ländlichen Regionen spielt das Ticket eine wichtige Rolle, wie die Auswertung zeigt.
«Wir entlasten die Bürger, wir stärken den öffentlichen Nahverkehr und wir reduzieren CO2-Emissionen», erklärte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) mit Blick auf die Studienergebnisse. Er sieht aber noch ungenutztes Potenzial, um weitere Menschen für das Ticket zu begeistern.
Potenzial für Millionen neue Nutzer
Schnieder betonte, dass für den Erfolg Verlässlichkeit, ein faires Preisniveau und ein gutes Angebot entscheidend seien. Die finanzielle Basis bis 2030 sei gesichert. Nun gelte es, die positiven Effekte weiter auszubauen. Die Gutachter haben auch noch Kapazitäten für bis zu 5,8 Millionen zusätzliche Deutschlandtickets ausgemacht. Dieses Wachstum könnte durch die Rückgewinnung von früheren Nutzern und gezieltes Marketing erzielt werden.
Die Studie hebt zudem hervor, dass das Deutschlandticket die Mobilität von Menschen mit geringerem Einkommen verbessert und somit die gesellschaftliche Teilhabe stärkt. Auch im Vertrieb hat sich einiges getan, mit einem sichtbaren Digitalisierungsschub. Hier sehen die Experten jedoch weiterhin Entwicklungsbedarf.




