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"Der Gerät wird nie müde"

„Der Gerät“: Wie ein schwäbischer Döner-Roboter weltweit Kultstatus erreichte

Duran Kabakyer vor "Der Gerät"

Foto: Alkadur - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Er schläft nie. Er schwitzt nicht. Und er ist immer vor der Chef im Geschäft. Klingt verrückt? Willkommen in der Welt von „Der Gerät“ – einem Dönerschneideroboter, der aus einer schwäbischen Idee eine weltweite Gastro-Sensation machte.

Hinter der Maschine mit dem ikonischen Namen steckt der deutsch-türkische Erfinder Duran Kabakyer. In Aalen, mitten im Ostalbkreis, gründete er seine Firma Alkadur RobotSystems GmbH – und entwickelte einen Roboter, der das Schneiden von Dönerfleisch vollautomatisch übernimmt.

Vom Messer zur Maschine: Döner-Schneiden per Knopfdruck

Die Funktionsweise ist so simpel wie genial:
„Der Gerät“ hängt an einem Galgenarm, fährt vertikal an der Fleischrolle auf und ab, erkennt mithilfe optischer Sensoren die Struktur des Fleisches und schneidet es in perfekt gleichmäßigen Scheiben – ganz ohne menschliches Zutun.

Foto: Alkadur – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Bedient wird das Hightech-Gerät über einen Touchscreen, erhältlich in verschiedenen Ausführungen – je nach Größe des Dönerspießes. Die Schneideeinheit ist elektrisch, der Grill kann auch gasbetrieben sein.

Was früher schweißtreibende Handarbeit war, funktioniert heute auf Knopfdruck. Und das hygienisch, präzise und zeitsparend.

Ein Roboter – ein Spruch – ein Kult

Den Kult-Status erreichte „Der Gerät“ nicht durch ein Werbebudget, sondern durch eine TV-Legende: Stefan Raab.

Als 2010 auf der DÖGA Döner-Messe in Berlin ein Interview mit Erfinder Kabakyer geführt wurde, hörte man ihn sagen:

„Der Gerät wird nie müde, der Gerät schläft nie ein, der Gerät ist immer vor der Chef im Geschäft.“

Grammatikalisch fragwürdig, medial ein Volltreffer: Das Video wurde in TV total ausgestrahlt, immer wieder wiederholt – und entwickelte sich zum viralen Phänomen. „Der Gerät“ wurde Popkultur.

@stolpergeschichten

Der Gerät 😂

♬ Originalton – UnglücksFälle

Der Name blieb. Sogar das von Raab entworfene Logo – ein stilisierter Döner-Spieß im Apple-Look – wurde übernommen.

Aus Aalen in alle Welt: Ein Exportschlager mit Schneideklinge

Was als regionale Tüftelei begann, wurde schnell ein globales Geschäft: Bis 2014 verkaufte Kabakyer bereits über 200 Roboter, darunter in 21 Länder weltweit. Ob Imbissbude, Großküche oder Gastronomiekette – überall, wo Döner schnell und gleichmäßig geschnitten werden muss, ist „Der Gerät“ eine echte Hilfe.

Und das mit einer Mischung aus deutscher Ingenieurskunst und bodenständigem Unternehmergeist. Kabakyer selbst sagt über seine Maschinen: „Der Gerät ist keine Spielerei. Der ist ernst gemeint.“

Warum ausgerechnet Baden-Württemberg?

Die Antwort ist einfach: Weil Tüfteln im Ländle Tradition hat. Zwischen Maschinenbau und Mittelstand entstehen hier immer wieder technische Innovationen – diesmal eben für den Imbiss.

Aalen mag nicht die Dönerhauptstadt der Welt sein – aber wenn es nach der Schneidetechnik geht, dann ist die Ostalb ganz vorn dabei.

Und was macht „Der Gerät“ heute?

Auch 2025 ist „Der Gerät“ weiterhin im Einsatz – in Imbissen, Foodtrucks und Großküchen. Das Unternehmen Alkadur entwickelt stetig weiter. Und der Name bleibt Programm: Wer einen Döner-Roboter sucht, kommt an „Der Gerät“ nicht vorbei.

TikTok-Reel sorgt 3 Jahrzehnte später für neuen Hype

Mehr als dreizehn Jahre nach seinem ersten viralen Erfolg sorgt Der Gerät wieder für Aufsehen – diesmal auf TikTok. In einer Funk-Show mussten Content-Creator erraten, aus welchem Internet-Phänomen die eingeblendete Person bekannt ist. Als plötzlich Duran Kabakyer auftauchte, war die Überraschung groß – und die Begeisterung noch größer: „Der Gerät!“, rief ein Teilnehmer begeistert. Das dazugehörige TikTok-Video sammelte schnell über 100.000 Likes, wurde tausendfach geteilt und zeigt eindrucksvoll, dass die Faszination rund um Der Gerät ungebrochen ist. In den Kommentaren feiern Nutzer den kultigen Küchenhelfer und seinen Erfinder. „Der Gerät! Was eine Legende!“, heißt es dort – oder auch: „Krass, wie der sich verändert hat!“ Besonders beliebt: die Frage, die viele beschäftigt – „Wird der eigentlich jemals müde?“

Auch 2025 bleibt Der Gerät ein Gesprächsthema. Denn nicht nur Fans der ersten Stunde erinnern sich gerne zurück, auch die Generation Z entdeckt das Phänomen neu und feiert es als Teil moderner Internetkultur. „Ich wusste gar nicht, dass das wirklich ein Gerät und nicht nur ein Meme ist“, staunt ein TikTok-Nutzer. Zahlreiche neue Memes, Remixe und Soundtracks halten die Legende lebendig – und machen Der Gerät zu einem Kultobjekt, das auch in Zukunft für Gesprächsstoff sorgt.

Ob Hammel, Kalb oder Pute – er schneidet alles. Ohne Meckern. Ohne Pause. Ohne Schweiß.

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