Dax schließt im Plus
Der deutsche Leitindex Dax hat am Mittwoch mit einem leichten Plus geschlossen. Zum Handelsende am Xetra-Parkett stand der Index bei 24.067 Punkten, was einem Zuwachs von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortag entspricht. Im Handelsverlauf pendelte der Index zunächst um den Schlussstand des Vortages, bevor er am Nachmittag knapp in den schwarzen Zahlen verharren konnte.
Hoffnung auf Entspannung
Die Anleger nahmen Haltungen des US-Präsidenten Donald Trump wohlwollend zur Kenntnis. Insbesondere die Ankündigung, dass die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr geöffnet sein soll, sorgte für Erleichterung. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, betonte, dass zudem die Möglichkeit einer Fortsetzung der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über einen Waffenstillstand am Donnerstag die Stimmung stützen könnte.
Defensive Werte im Fokus
Trotz der Anzeichen einer Entspannung agierten die Investoren insgesamt zurückhaltend. Lipkow beobachtete, dass insbesondere Aktien aus defensiven Branchen im Dax zu den Gewinnern zählten. Mutiger zeigten sich Investoren dagegen bei Werten aus dem Automobilsektor, beflügelt von positiven Nachrichten von Schaeffler und Stellantis. Die Banken im Leitindex konnten ihren positiven Kurstrend nicht fortsetzen, obwohl die Quartalsergebnisse von Bank of America und Morgan Stanley die Erwartungen übertroffen hatten.
Berichtssaison liefert positive Signale
Dielaufende Berichtssaison zeige insgesamt eine positive Tendenz bei den Quartalszahlen, so Lipkow. Die Ergebnisse von ASML wurden positiv aufgenommen und zogen den europäischen Halbleitersektor mit nach oben. Die Entwicklung der Teuerungsraten infolge höherer Energiepreise bleibe jedoch im Blick.
Top- und Flop-Werte im Dax
Bis kurz vor Handelsschluss führten die Papiere von Zalando, Rheinmetall, SAP und Brenntag die Kursliste an. Am Ende des Feldes rangierten die Aktien von Fresenius, FMC, Continental und BASF.
Energiepreise im Sinkflug und Anstieg bei Öl
Der Gaspreis zog sich am Mittwoch weiter zurück. Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Mai kostete 41 Euro, vier Prozent weniger als am Vortag. Dies deutet auf einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) hin, sofern das Preisniveau dauerhaft Bestand hat. Der Ölpreis hingegen stieg leicht: Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 95,28 US-Dollar, ein Zuwachs von 49 Cent oder 0,5 Prozent.
Euro legt zu
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Mittwochnachmittag etwas stärker. Ein Euro war 1,1802 US-Dollar wert, ein Dollar kostete entsprechend 0,8473 Euro.




