Abwartende Haltung dominiert
Zum Handelsende am Freitag pendelte sich der DAX bei 23.804 Punkten ein. Damit gab es im Vergleich zum Vortagesschluss nur marginale Verluste. Nach einem verhaltenen Beginn legte der Index im Handelsverlauf zwar zu, musste die Gewinne jedoch am Nachmittag wieder abgeben.
Die jüngste Eskalation im Iran und die damit verbundenen Preissteigerungen bei Energie haben das Marktgeschehen spürbar gedämpft. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, sieht darin eine ernsthafte Bedrohung für die Anzeichen einer Bodenbildung in der deutschen Konjunktur. Die Auswirkungen auf Inflation und Konsumverhalten seien derzeit kaum absehbar.
Sorge vor dem Wochenende
Lipkow erwartet, dass das bevorstehende Wochenende bei vielen Anlegern für Unbehagen sorgen wird. Die unklare Entwicklung der Lage im Nahen Osten birgt Risiken, die die kurzfristige Marktstimmung weiter belasten könnten. Die politischen und militärischen Verwicklungen werden als zu komplex und dynamisch eingeschätzt.
Im Branchenvergleich zählten bis kurz vor Handelsschluss die Papiere von Heidelberg Materials, BASF und BMW zu den stärksten Werten im Frankfurter Handel. Am Ende der Kursliste standen dagegen Zalando, Hannover Rück und Rheinmetall.
Energiepreise im Fokus
Der Gaspreis zeigte sich am Freitag rückläufig. Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Mai verbilligte sich um fünf Prozent auf 44 Euro. Sollte dieses Preisniveau Bestand haben, entspräche dies für Verbraucher Kosten von mindestens neun bis elf Cent pro Kilowattstunde inklusive Nebenkosten und Steuern.
Der Ölpreis hingegen verzeichnete einen leichten Anstieg. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr 96,31 US-Dollar, ein Plus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss.
Der Euro zeigte sich am Ende der Handelswoche stärker und notierte bei 1,1735 US-Dollar.



