Radtke reagiert auf Steinbrück
Der frühere Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte in einem Podcast der Bild‑Redaktion für eine neue Strategie im Umgang mit der AfD plädiert. Er schlug vor, klare rote Linien zu definieren und innerhalb dieser Gesprächsbereitschaft zu signalisieren, solange die AfD diese einhalte.
Radtke wendet dem eine klare Absage entgegen: „Es geht nicht darum, einen Hund stubenrein zu bekommen oder ein Wildpferd einzureiten“, sagte er. Für ihn ist die AfD – ähnlich wie die französische Front National – ein Ganzes, das ein alternatives System und ein geopolitisch anderer Europa anstrebe.
Brandmauer als Schutz
Der CDU‑Politiker bezeichnet die seitens der Union etablierte „Brandmauer“ nicht als Werkzeug zur Bekämpfung, sondern als notwendigen Schutz der politischen Mitte vor einer „Infektion“ durch extremistisches Gedankengut. Er betont, dass Glaubwürdigkeit und Bürgernähe das wichtigste Gegenmittel seien – beides, meint er, gerate zunehmend in Gefahr.
Hintergrund und Bedeutung
Die Debatte um ein mögliches Gespräch mit der AfD hat seit den Landtagswahlen 2024 an Brisanz gewonnen. Während einige Stimmen innerhalb der Union eine pragmatische Annäherung fordern, warnen andere – wie Radtke – vor einer Normalisierung einer Partei, die nachweislich rechtsradikale und pro‑russische Positionen vertritt.
Die klare Position des CDA‑Bundesvorstands könnte die innenpolitische Diskussion weiter polarisieren, insbesondere im Vorfeld der nächsten Bundestagswahl.




