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Radtke kritisiert “Gedankenspiele”

CDU‑Sozialflügel lehnt Gespräche mit AfD entschieden ab

CDU‑Sozialflügel lehnt Gespräche mit AfD entschieden ab

Dennis Radtke (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Bundesvorsitzende des CDU‑Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, hat am Mittwoch jede Überlegung, Gespräche mit der AfD zu führen, scharf zurückgewiesen. In einem Interview mit dem Handelsblatt fordert er, die AfD solle sich von ihrer rechtsextremen DNA distanzieren, bevor überhaupt eine Gesprächsgrundlage entsteht.

Radtke reagiert auf Steinbrück

Der frühere Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte in einem Podcast der Bild‑Redaktion für eine neue Strategie im Umgang mit der AfD plädiert. Er schlug vor, klare rote Linien zu definieren und innerhalb dieser Gesprächsbereitschaft zu signalisieren, solange die AfD diese einhalte.

Radtke wendet dem eine klare Absage entgegen: „Es geht nicht darum, einen Hund stubenrein zu bekommen oder ein Wildpferd einzureiten“, sagte er. Für ihn ist die AfD – ähnlich wie die französische Front National – ein Ganzes, das ein alternatives System und ein geopolitisch anderer Europa anstrebe.

Brandmauer als Schutz

Der CDU‑Politiker bezeichnet die seitens der Union etablierte „Brandmauer“ nicht als Werk­zeug zur Bekämpfung, sondern als notwendigen Schutz der politischen Mitte vor einer „Infektion“ durch extremistisches Gedankengut. Er betont, dass Glaubwürdigkeit und Bürgernähe das wichtigste Gegenmittel seien – beides, meint er, gerate zunehmend in Gefahr.

Hintergrund und Bedeutung

Die Debatte um ein mögliches Gespräch mit der AfD hat seit den Landtagswahlen 2024 an Brisanz gewonnen. Während einige Stimmen innerhalb der Union eine pragmatische Annäherung fordern, warnen andere – wie Radtke – vor einer Normalisierung einer Partei, die nachweislich rechtsradikale und pro‑russische Positionen vertritt.

Die klare Position des CDA‑Bundesvorstands könnte die innenpolitische Diskussion weiter polarisieren, insbesondere im Vorfeld der nächsten Bundestagswahl.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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