Wachsende Sorge vor explodierenden Preisen

CDU fordert Spritpreisdeckel nach polnischem Vorbild

CDU fordert Spritpreisdeckel nach polnischem Vorbild

Eine Tankstelle in Deutschland. Die Debatte um steigende Spritpreise und mögliche Preisdeckel hält an. (Symbolbild)

Die anhaltende Teuerung an den Zapfsäulen sorgt für immer drastischere Forderungen aus der Politik. Nun bringt die CDU einen festen Preisdeckel für Benzin und Diesel ins Spiel, ähnlich dem Modell in Polen. Der sächsische Abgeordnete Florian Oest sieht darin eine Chance zur Stabilisierung der Preise, insbesondere im grenznahen Raum.

Steigende Sorgen an der Zapfsäule

Die Benzinpreise steigen weiter – und mit ihnen die Rufe nach drastischen Maßnahmen. Der sächsische CDU-Abgeordnete Florian Oest stößt nun eine Debatte über einen festen Spritpreisdeckel an. „Das bisherige Spritpreispaket reicht nicht aus“, zitierte ihn das Magazin „Stern“. Oest fordert stattdessen „Steuererleichterungen und eine Preisobergrenze nach polnischem Vorbild“.

Polens Erfolgsmodell?

In Polen gilt seit dieser Woche eine staatlich festgelegte Preisgrenze für Benzin und Diesel. Die Mehrwertsteuer und die Energiesteuer wurden dort gesenkt. Oest, dessen Wahlkreis Görlitz unweit der polnischen Grenze liegt, beobachtet die Auswirkungen genau. „Insbesondere in Ostdeutschland und der Oberlausitz spüren wir den internationalen Wettbewerb zu Polen und Tschechien“, so Oest. „Ein Blick nach Polen zeigt, dass ein Deckel für Kraftstoff zu mehr Stabilität führen kann.“

Weitere Vorschläge der CDU

Neben dem Preisdeckel schlägt der CDU-Politiker eine zeitweise Absenkung der Kraftstoffsteuern auf das EU-Mindestniveau vor. Auch die Aussetzung der nationalen CO2-Bepreisung wird thematisiert. Hintergrund dieser Überlegungen ist die Sorge vor weiteren Preissteigerungen, die die Verbraucher und die Wirtschaft belasten.

Deutschland reagiert zögerlich

Während die polnische Regierung bereits handelt, ist man sich in Deutschland noch uneins. Die Task Force für Energiepreise im Bundestag erwägt zwar eine Steuersenkung, will aber zunächst die Wirkung der bereits beschlossenen Maßnahmen abwarten. Seit Mittwoch darf der Spritpreis in Deutschland nur einmal am Tag, um 12 Uhr, erhöht werden. Preissenkungen sind jederzeit möglich. Ziel ist die Begrenzung starker Preisschwankungen.

Schlangen in Polen

In Polen wurden die Preise am Dienstag beispielsweise für Normalbenzin auf umgerechnet rund 1,44 Euro begrenzt. Bei Super lag das Limit bei etwa 1,58 Euro, für Diesel bei rund 1,77 Euro. Die Nachrichtenagentur dts berichtet, dass es an Tankstellen und Grenzübergängen zu langen Schlangen gekommen sei.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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