EU‑Kommission soll Gesprächsfenster öffnen
Bundesfamilienministerin Prien fordert Nachverhandlung der EU-Lohntransparenzrichtlinie
Karin Prien (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Karin Prien (CDU) hat im Gespräch mit Politico angekündigt, die EU‑Entgelttransparenzrichtlinie erneut zu diskutieren. Trotz Kritik halte sie ein komplettes Aussetzen der Regelung für unrealistisch und betont die Notwendigkeit einer bürokratiearmen Umsetzung. Gespräche mit europäischen Partnern laufen bereits, um mögliche Änderungen zu erarbeiten.
Neues Signal aus Berlin
Bundesfamilienministerin Karin Prien erklärte am Mittwoch, dass Deutschland mit anderen Mitgliedstaaten Gespräche aufnehmen will, um die geplante EU‑Lohntransparenzrichtlinie zu überarbeiten.
„Wir sind in Gesprächen mit unseren europäischen Partnerländern und werden sehen, ob wir gemeinsam noch etwas bei der EU‑Kommission erreichen können“, sagte Prien der Zeitschrift Politico.
Keine komplette Abschaffung, aber Anpassungsbedarf
Eine vollständige Ablehnung der Richtlinie hält die Ministerin nicht für realistisch. Vielmehr müsse eine Umsetzung gefunden werden, die nicht unnötig bürokratisch ist.
„Am Ende des Tages werden wir wahrscheinlich um eine bürokratiearme Umsetzung nicht herumkommen“, betonte Prien und verwies auf das Verpflichtungsverständnis Deutschlands gegenüber der EU.
EU‑weiter Dialog
Derzeit laufen bilaterale Gespräche mit anderen Mitgliedstaaten. Ziel sei, ein gemeinsames Vorgehen zu formulieren, das die Belastungen für Unternehmen reduziert, ohne die Kernziele der Transparenz aus den Augen zu verlieren.
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Quelle
- (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.
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