Die Fortbildungsreihe soll zeigen, wie Schulen besondere Potenziale erkennen und passende Lernangebote entwickeln können. Das ZSL kündigt dafür Praxisbeispiele, schulische Konzepte und wissenschaftliche Perspektiven an. Die Veranstaltungen sind regional organisiert, unterscheiden sich aber bei Ort, Uhrzeit und Anmeldeweg.
Fünf regionale Angebote haben unterschiedliche Fristen
Für die Region Freiburg findet der Fachtag am Montag, 9. November, von 14.30 bis 17 Uhr online statt. Anmeldeschluss ist laut ZSL der 29. Oktober. Die Region Karlsruhe lädt am Donnerstag, 12. November, von 14 bis 17 Uhr an die Johann-Peter-Hebel-Schule in Bretten ein; auch dort endet die veröffentlichte Frist am 29. Oktober.
Der Termin für die Region Tübingen ist für Mittwoch, 11. November, von 14 bis 17 Uhr am MINT-Exzellenzgymnasium in Bad Saulgau geplant. In der zentralen Übersicht nennt das ZSL dafür keinen gesonderten Anmeldeschluss. Interessierte sollten die Verfügbarkeit deshalb direkt im verlinkten Fortbildungsportal prüfen.
Der Fachtag der Region Mannheim findet am Dienstag, 10. November, am Auguste-Pattberg-Gymnasium in Mosbach statt. Die dafür genannte Frist endete bereits am 13. Oktober. Für die Regionen Schwäbisch Gmünd und Stuttgart ist am Montag, 9. November, ein gemeinsamer Termin am Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbisch Gmünd vorgesehen.
Begabtenförderung meint mehr als eine kleine Spitzengruppe
Der Orientierungsrahmen des Landes richtet den Blick nach Angaben des ZSL auf etwa 15 bis 20 Prozent der leistungsstärksten Schülerinnen und Schüler – über Schularten und Fachgebiete hinweg. Davon unterscheidet die Behörde die kleinere Gruppe hochbegabter oder hochleistender Kinder und Jugendlichen, die sie mit etwa zwei bis drei Prozent beschreibt.
Diese Größenordnungen sind keine Diagnose für einzelne Schülerinnen oder Schüler. Das ZSL versteht Begabung vielmehr als Entwicklungspotenzial, das sich fachbezogen zeigen und erst im Zusammenspiel mit Motivation, Persönlichkeit und Lernumgebung entfalten kann. Für Schulen folgt daraus, dass Beobachtung und Förderung nicht auf einen einmaligen Test reduziert werden sollen.
Praxisbeispiele sollen in den Unterricht führen
Inhaltlich geht es um das Erkennen von Begabungen, um differenzierte Lernangebote und um regionale Fördermöglichkeiten. Das ZSL nennt als mögliche schulische Ansätze unter anderem vertiefende Zusatzangebote, schnelleres Lernen sowie zeitweise Gruppen mit ähnlichem Leistungsniveau. Die Fachtage sollen außerdem den Austausch mit Beratungsstellen, Schulen und außerschulischen Partnern erleichtern.
Die Ankündigung beschreibt Ziele und Programmbausteine, liefert aber keinen Wirksamkeitsnachweis für einzelne Fördermodelle. Welche Ansätze zu einer Schule und zu einzelnen Lernenden passen, muss deshalb vor Ort fachlich geprüft werden. Auch die angekündigten wissenschaftlichen Perspektiven ersetzen keine individuelle pädagogische Diagnostik.
Teilnehmen können auch Beratung und Schulunterstützung
Das Angebot richtet sich nicht nur an Lehrkräfte und Schulleitungen. Genannt werden außerdem Beratungslehrkräfte, Fachberaterinnen und Fachberater sowie Beschäftigte schulischer Unterstützungsgruppen. Für weitere Interessierte aus dem Bereich Begabtenförderung sind die Veranstaltungen ebenfalls geöffnet.
Die Anmeldung läuft je nach Region über LFB-Online oder das Online-Fortbildungstool des Landes. Maßgeblich sind die Angaben im jeweiligen Portal, insbesondere wenn in der Übersicht keine Frist genannt wird oder ein Termin bereits ausgebucht sein sollte. Für Freiburg und Karlsruhe bleibt nach der veröffentlichten Übersicht noch bis Donnerstag, 29. Oktober, Zeit.





