Demuth kritisiert langsame Umsetzung von Bauprojekten

Bauindustrie-Präsident warnt vor zu zähem Fortschritt

Bauindustrie-Präsident warnt vor zu zähem Fortschritt

Baukran auf einer Baustelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Olaf Demuth, designierter Präsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, hat eine deutliche Beschleunigung bei der Umsetzung politisch vereinbarter Bauvorhaben angemahnt. Er sieht zwar Anzeichen einer Verbesserung, bemängelt aber vor allem die Phase der Realisierung, die hinter den Erwartungen zurückbleibt. Externe Faktoren wie Krieg und Inflation verschärfen die Lage zusätzlich.

Demuth: „Wir sind viel zu langsam“

Der designierte Präsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, Olaf Demuth, dringt auf eine zügigere Umsetzung dessen, was in politischen Vereinbarungen, wie dem Koalitionsvertrag, festgeschrieben sei. „Meine Appelle sind, dass wir den Koalitionsvertrag, der auf vielen, vielen Seiten dezidiert das Bauen beschreibt, umsetzen“, forderte Demuth am Donnerstag gegenüber RTL und ntv.

Demuth sprach vom sogenannten Bauturbo. Dieser sei zwar in Gang gekommen, aber eben noch nicht stark genug. „Man kann das Pflänzchen sehen, am Horizont sieht man, es gebe mehr Baugenehmigungen“, räumte er ein. Ein Bauprojekt durchlaufe jedoch mehrere Phasen: die Genehmigungsphase und die der Umsetzung. Und genau hier liege das Problem.

Insgesamt sei die Entwicklung aus seiner Sicht viel zu langsam. „Wir sind viel zu langsam“, erklärte Demuth unmissverständlich.

Zusätzlich zu den inneren bürokratischen Hürden nannte Demuth äußere Faktoren, die Bauentscheidungen erschweren. Der Nahostkrieg, die anhaltende Inflation und steigende Kosten seien spürbare Belastungen, die letztlich jede Bauentscheidung negativ beeinflussten und verlangsamten.

Demuth wird heute, am Tag der Bauindustrie in Berlin, offiziell zum Präsidenten des Bauverbands gewählt und tritt damit die Nachfolge von Peter Hübner an. Bemerkenswert: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird im Gegensatz zum Vorjahr nicht persönlich anwesend sein.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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