Wintereinbruch legt Bauarbeiten lahm
Der stärkste Wintereinbruch seit über 15 Jahren zwingt die Bahn zu einer Verschiebung der Arbeiten auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin. InfraGO-Vorstand Gerd-Dietrich Bolte sprach von einem „stärksten Wintereinbruch seit mehr als 15 Jahren“. Laut Bahn sind diverse Arbeiten seit Ende Dezember witterungsbedingt nicht möglich gewesen.
Besonders die Verlegung von Kabeln für die Signal- und Stellwerkstechnik gestaltet sich schwierig. Die Kabelkanäle sind vereist, teils komplett zugefroren. Auf einigen Abschnitten reicht der Bodenfrost bis zu 70 Zentimeter tief. Auch Arbeiten an der Oberleitung und die Montage von Weichenantrieben sowie Signalanlagen sind seit Wochen auf Eis gelegt.
Neue Zeitpläne geplant
Sobald der Boden wieder aufgetaut ist, sollen die verschobenen Arbeiten neu eingetaktet werden. Die Bahn plant, das Personal vor Ort deutlich zu verstärken. Bis zum 13. März soll ein Konzept für die Wiederinbetriebnahme des Korridors stehen. Ziel ist es, eine tragbare Lösung für Reisende und den Güterverkehr zu finden.
Gleichzeitig warnt die Bahn vor möglichen „Wechselwirkungen“ mit den ab 1. Mai geplanten, umfangreichen Sanierungsarbeiten auf der Strecke Hamburg-Hannover. Diese müssten bei einer Anpassung des Zeitplans für die Hamburg-Berlin-Strecke neu eingeplant werden, damit die Umleitungskonzepte für den Fern- und Güterverkehr weiterhin reibungslos funktionieren.
