Neue Zahlen zeigen: Jeder Achte ist armutsgefährdet

Armutsgefahr in Baden-Württemberg – wer besonders betroffen ist!

Eine düstere, atmosphärische Illustration zeigt eine besorgte alleinerziehende Mutter mit ihrem kleinen Kind auf dem Schoß. Im Hintergrund sitzen zwei ältere Frauen nachdenklich auf einer Bank, während ein einzelner Schatten in einer nebligen Straße verschwindet. Die Szene ist in kühlen Blau- und Grautönen gehalten und vermittelt ein Gefühl von Armut, Einsamkeit und sozialer Unsicherheit.
Foto: Bild: insidebw.de

Baden-Württemberg gilt als wirtschaftlich stark – doch die Realität sieht für viele anders aus! 13,2 % der Menschen im Südwesten sind laut einer neuen Erhebung des Statistischen Landesamtes von Armut bedroht. Zwar liegt das Land damit unter dem Bundesdurchschnitt von 15,5 %, doch für bestimmte Gruppen ist die Lage besonders dramatisch.

Alleinerziehende und Alleinlebende kämpfen mit finanziellen Problemen

Vor allem Alleinerziehende haben es schwer: 28,4 % von ihnen müssen mit einem Einkommen auskommen, das unterhalb der Armutsrisikoschwelle liegt – fast jede dritte alleinerziehende Person ist betroffen! Auch Alleinlebende kämpfen mit finanziellen Engpässen: 28,3 % der unter 65-Jährigen und 24,8 % der Senioren, die allein wohnen, haben nicht genug Geld zum Leben.

Frauen im Alter deutlich häufiger betroffen

Ein weiteres erschreckendes Ergebnis der Untersuchung: Frauen über 65 Jahre sind deutlich häufiger armutsgefährdet als Männer. Während die Quote bei Männern dieser Altersgruppe 13,3 % beträgt, liegt sie bei Frauen mit 18,1 % deutlich höher. Insgesamt sind 16,0 % der Senioren im Land von Armut bedroht.

Kinder und Jugendliche ebenfalls gefährdet

Auch für die jüngere Generation sieht es nicht rosig aus: 13,8 % der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren gelten als armutsgefährdet. Bei den 18- bis 64-Jährigen liegt die Quote mit 12,2 % zwar etwas niedriger, doch die Zahlen zeigen, dass auch viele Erwerbstätige unter der Armutsgrenze leben.

Die Daten stammen aus der aktuellen Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) für das Jahr 2024. Sie zeigen: Trotz wirtschaftlicher Stärke gibt es in Baden-Württemberg große soziale Unterschiede – und bestimmte Gruppen sind besonders stark betroffen.