Saisontypischer Anstieg im Januar

Arbeitslosigkeit im Nordwesten steigt an

Foto: Bundesagentur für Arbeit (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Jahresstart brachte in Niedersachsen und Bremen einen spürbaren Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Fast 30.000 Menschen mehr als im Vormonat waren regioal betroffen. Experten führen dies auf auslaufende Verträge und eine schwächelnde Konjunktur zurück, sehen aber auch Anzeichen für Stabilität im Arbeitsmarkt.

Arbeitsmarkt im Januar unter Druck

Der Januar hat in Niedersachsen und Bremen zu einem saisonbedingten Anstieg der Arbeitslosenzahlen geführt. In Niedersachsen waren 285.394 Menschen ohne Arbeit, ein Zuwachs von 16.684 im Vergleich zum Dezember. Die Arbeitslosenquote kletterte damit auf 6,3 Prozent.

Auch im Land Bremen zeigte sich diese Entwicklung. Dort stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 43.905, was einem Plus von 1.909 Personen entspricht. Die Quote lag hier bei 11,7 Prozent.

Vertragsenden und konjunkturelle Eintrübung

Die Bundesagentur für Arbeit begründet diese Entwicklung vor allem mit dem typischen Auslaufen von befristeten Arbeitsverträgen zum Jahresende. Doch die Zahlen liegen auch über denen des Vorjahres. In Niedersachsen waren rund 4.700 mehr Menschen arbeitslos, in Bremen über 780.

Besonders auffällig ist der Anstieg bei denjenigen, die nach einem Jobverlust auf Arbeitslosengeld angewiesen sind. Eine generelle konjunkturelle Eintrübung, so die Arbeitsagentur, wird hier als Ursache genannt. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen steige demnach tendenziell an.

Arbeitsmarkt bleibt widerstandsfähig

Trotz dieser Belastungen bezeichnet Johannes Pfeiffer, Chef der Bundesagentur für die Region, den hiesigen Arbeitsmarkt als widerstandsfähig. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bewege sich weiterhin auf einem hohen Niveau.

Als wichtiges Instrument zur Stabilisierung sieht die Bundesagentur sogenannte Arbeitsmarktdrehscheiben. Diese sollen helfen, Personal, das in einem Betrieb aktuell nicht benötigt wird, in Unternehmen mit Einstellungsbedarf zu vermitteln.

Eine positive Nachricht gibt es indes bei der Unterbeschäftigung. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr in beiden Bundesländern zurückgegangen, was als positives Signal gewertet wird.