AfD holt auf
Die Alternative für Deutschland kann ihre Position als zweitstärkste Kraft in Deutschland festigen und liegt laut Forsa jetzt sogar wieder vor der Union. Mit 26 Prozent stagniert die AfD auf hohem Niveau. Die Union aus CDU und CSU verliert dagegen zwei Prozentpunkte und erreicht mit 24 Prozent das schlechteste Ergebnis seit der vergangenen Bundestagswahl.
Linke und FDP im Aufwind
Die Linke kann spürbar aufholen und gewinnt einen Prozentpunkt auf 11 Prozent. Erfreuliche Nachrichten gibt es auch für die FDP: Die Liberalen erreichen nach langer Durststrecke wieder 4 Prozent. Die Grünen behaupten sich unverändert bei 15 Prozent, die SPD verharrt bei 12 Prozent.
Merz‘ Zufriedenheit sinkt
Für Bundeskanzler Friedrich Merz ist die Woche eine bittere. Nur noch 18 Prozent der Wähler sind mit seiner Arbeit zufrieden, ein neuer Tiefpunkt. Eine deutliche Mehrheit von 80 Prozent äußert sich unzufrieden. Brisant: Auch innerhalb der Unionsanhänger wächst die Kritik, erstmals ist dort die Mehrheit (52 Prozent) mit Merz‘ Amtsführung unzufrieden.
Gründe für Unzufriedenheit
Nach den Gründen für ihre Unzufriedenheit befragt, nennen die Befragten Merz‘ „vollmundige Ankündigungen ohne Folgen“ (23 Prozent) am häufigsten. Auch das Gefühl, Wahlversprechen seien gebrochen worden (22 Prozent), belastet seine Bilanz. Weitere Kritikpunkte sind eine „mangelnde klare Linie“ (14 Prozent), fehlende Führungsstärke (13 Prozent) und das Gefühl, die Probleme „der meisten Menschen“ nicht zu verstehen (ebenfalls 13 Prozent).
Unionsanhänger kritisieren Führungsschwäche
Gerade die eigenen Anhänger der Union, die mit ihrem Kanzler hadern, bemängeln vor allem seine „vollmundigen Ankündigungen ohne Folgen“ (34 Prozent). Ebenfalls stark ins Gewicht fällt die „mangelnde Führungsstärke“ (24 Prozent), die von diesen Anhängern kritisiert wird.
Die Erhebung zur Parteipräferenz fand vom 7. bis 13. April 2026 unter 2.502 Wahlberechtigten statt. Die Befragung zur konkreten Unzufriedenheit mit dem Bundeskanzler erfolgte am 10. und 13. April bei 801 Wahlberechtigten.




