14. Ausbruch seit März

Ätna bricht wieder aus! Neue Eruption mit Lava und Asche – Behörden rufen Alarmstufe Rot aus

Symbolbild

Foto: Foto: Von cattan2011 - <a rel="nofollow" class="external free" href="https://www.flickr.com/photos/68166820@N08/49457344443/">https://www.flickr.com/photos/68166820@N08/49457344443/</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0" title="Creative Commons Attribution 2.0">CC BY 2.0</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=88958033">Link</a>

Der aktivste Vulkan Europas meldet sich eindrucksvoll zurück: In der Nacht zum Montag hat der Ätna seine 14. eruptive Episode seit März begonnen. Begleitet wird der Ausbruch von intensiver strombolianischer Aktivität, Lavafontänen und Aschewolken aus dem Südostkrater.

Gegen 23 Uhr Ortszeit registrierten die Experten des Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia (INGV) einen deutlichen Anstieg des vulkanischen Tremors. Kurz darauf setzte die strombolianische Eruption ein, gegen 3:30 Uhr wurde die Alarmstufe Rot für den Flugverkehr ausgerufen.

Zwei Förderschlote aktiv – Lava fließt Richtung Valle del Bove

Am Morgen beobachteten Vulkanologen über Livestreams eine kontinuierliche Eruption aus zwei Förderschloten. Auf Thermalkameras war zu sehen, dass sich auf der Ostflanke des Südostkraters ein erster Lavastrom gebildet hat, der in Richtung des bekannten Valle del Bove fließt. Seine Ausdehnung ist bisher begrenzt, aber der Ausbruch könnte sich noch verstärken.

Der Tremor bleibt weiterhin auf hohem Niveau, mit leichten Schwankungen. Ob es zu weiteren explosiven Phasen kommt oder der aktuelle Ausbruch nur von kurzer Dauer ist, bleibt abzuwarten. Frühere Eruptionen dieser Serie dauerten meist nur wenige Stunden.

Flughafen Catania aktuell nicht beeinträchtigt

Trotz der heftigen Ausbrüche ist der Flughafen Vincenzo Bellini in Catania derzeit weiterhin in Betrieb. Das INGV hat den sogenannten VONA-Alarm (Volcano Observatory Notice for Aviation) auf Orange gesetzt. Eine mögliche Aschewolke würde laut Modell in Richtung Südwesten ziehen.

Bereits im März hatte eine Ausbruchsserie begonnen – mit diesem aktuellen Schub setzt sich der vulkanische Aktivitätszyklus fort, wobei die Pause von drei Wochen zwischen der 13. und 14. Episode als ungewöhnlich lang galt.