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Nachts wächst die Angst: Warum sich so viele in Baden-Württemberg unsicher fühlenNeue Studie enthüllt alarmierende Zahlen

Nachts wächst die Angst: Warum sich so viele in Baden-Württemberg unsicher fühlen

Bild: insidebw.de

Wer in Baden-Württemberg wohnt, kann nachts in den eigenen vier Wänden offenbar beruhigt durchatmen. Laut der neuen Landesweite Sicherheits­befragung Baden-Württemberg sagen ganze 93,3 Prozent, sie fühlen sich dort „eher“ oder „sehr“ sicher. Auch in der direkten Nachbarschaft sind die Werte mit rund 90 Prozent beeindruckend hoch. Doch damit hört die Gelassenheit schnell auf.

Mulmiges Gefühl auf Straße und im Bus

Sobald es dunkel wird und man allein raus muss, kippt die Stimmung gewaltig. 47,1 Prozent haben nachts auf öffentlichen Plätzen ein unsicheres Gefühl, im ÖPNV sind es sogar 54,5 Prozent. Das heißt: Mehr als jeder Zweite fühlt sich nicht wohl, wenn er im Bus oder in der Bahn unterwegs ist. Diese Zahlen liegen auf ähnlichem Niveau wie in anderen Bundesländern und zeigen, dass die Sorge vor nächtlicher Kriminalität weitverbreitet ist.

Online-Angst: Hacker, Betrug und Co.

Überraschend hoch fällt die Unruhe im Internet aus: 56,6 Prozent fürchten sich manchmal oder häufig, online Opfer von Kriminalität zu werden. Beim Surfen in Sozialen Medien geht das Vertrauen sogar bei 45,2 Prozent verloren. Viele meiden deshalb riskante Transaktionen oder legen sich Extraversicherungen wie Virenschutzprogramme zu.

Vermeiden statt riskieren

Wer sich nicht wohlfühlt, nimmt oft Umwege in Kauf. Rund 42,7 Prozent meiden nachts bestimmte Straßen oder Plätze, um auf Nummer sicher zu gehen. Ein Viertel verlässt das Haus bei Dunkelheit ungern allein. Pfefferspray ist nur bei wenigen ein ständiger Begleiter, ein Messer führen laut Studie noch weniger regelmäßig mit sich.

Wohnen und Wohlfühlen

Trotz aller Ängste zeigt sich: Rund drei Viertel sind sehr zufrieden mit ihrer Wohngegend. Probleme wie Müll, Lärm oder rücksichtsloses Parken nerven zwar, ändern aber nichts daran, dass viele ihrem Viertel treu bleiben. Wer gute Nachbarn hat, fühlt sich laut Studie meist deutlich sicherer und profitiert von einem Vertrauensnetzwerk, das im Ernstfall zusammenhält.

Fazit
Bei Tag und besonders in den eigenen vier Wänden bleibt Baden-Württemberg ein Ort, an dem die meisten Menschen aufatmen können. Doch nachts – ob auf der Straße oder im Bus – rutscht vielen das Herz in die Hose. Die hohe Online-Angst zeigt zudem, dass auch digitale Räume längst zum Sicherheitsrisiko geworden sind. Wie Politik und Polizei gegensteuern wollen, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Forderung nach mehr Schutz wächst – bei Nacht und im Netz.

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