Von Schulklassen über eine Narrenzunft bis hin zu Weingütern – alle traten an, um die 1.300 Strophen des Badnerlieds in einem wahren Marathon nonstop zu singen. Die berühmten Waldkircher Drehorgeln sorgten dabei für die musikalische Begleitung, und das ohne eine einzige Pause. Eigens dafür wurden spezielle Notenbänder angefertigt, damit die Orgeln ununterbrochen spielen konnten.
Historische Orgeln und badische Traditionen
Das ganze Spektakel fand vor dem Rathaus statt und war eine Hommage an die 225-jährige Orgelbautradition der Stadt. Die Sängergruppen trugen in Blöcken von je 25 Strophen ihre Version des Badnerlieds vor, immer gefolgt vom Refrain, den Gruppen von maximal fünf Personen zum Besten gaben. Dieses Event, organisiert von der Werbegemeinschaft und der Orgelstiftung Waldkirch, war nicht nur ein musikalisches Highlight, sondern auch ein Zeugnis der tief verwurzelten badischen Tradition.
Ossi Pink und seine sagenhafte Strophensammlung
Das Besondere an diesem Konzertmarathon? Die unfassbare Länge des Badnerlieds! Ganze 1.300 Strophen, die der passionierte Liederforscher Ossi Pink im Laufe der Jahre zusammengetragen hat, wurden an diesem Tag zum Leben erweckt. Noch nie zuvor hat die Welt ein Konzert erlebt, bei dem ein einziges Lied in solch epischer Länge aufgeführt wurde. Ein Meilenstein in der Musikgeschichte und ein absoluter Rekordversuch, der seinesgleichen sucht.
Publikum fordert Zugabe nach 1.300 Strophen
Nach acht Stunden und 1.300 Strophen war das Ende des Konzerts noch lange nicht erreicht. Die Zuschauer auf dem Marktplatz waren so begeistert, dass sie eine Zugabe forderten. Die Sänger ließen sich nicht lange bitten und stimmten weitere 25 Strophen des Badnerlieds an. Ein inoffizieller Weltrekord? Möglich. Offiziell überprüft wurde dieser Marathon allerdings nicht, doch eines ist sicher: Waldkirch hat an diesem Tag einen neuen Maßstab für musikalische Ausdauer gesetzt.


