Knappe Kapazitäten im Überblick
Nach Angaben der Neuen Osnabrücker Zeitung haben die Bundesländer seit 2019 insgesamt 1.755 Haftplätze abgebaut. Aktuell stehen nur noch 70.027 Plätze zur Verfügung, während im vergangenen Jahr durchschnittlich mehr als 60.000 Menschen inhaftiert waren.
Berlin verliert am stärksten
Die Hauptstadt verzeichnet den größten Rückgang: fast zehn Prozent der Plätze wurden entfernt – mehr als in jedem anderen Bundesland. Die Berliner Justizverwaltung nennt notwendige Baumaßnahmen als Ursache, nicht eine politische Entscheidung.
Weitere betroffene Länder
Auch Bayern und Hessen melden erhebliche Kapazitätsverluste. Die Zahlen deuten darauf hin, dass der Strafvollzug bundesweit auf einen historischen Engpass zusteuert, sofern nicht Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Ausblick
Mit steigenden Haftzahlen und schrumpfenden Lagermöglichkeiten wächst der Druck auf die Justizministerien, neue Stellplätze zu schaffen oder bestehende Einrichtungen zu erweitern.




