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Altschulden ablösen

Steinbrück fordert radikalen Schuldenschnitt für Kommunen

Steinbrück fordert radikalen Schuldenschnitt für Kommunen

Peer Steinbrück (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der frühere Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) ruft zu einem umfassenden Schuldenschnitt für deutsche Gemeinden auf. In einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung warnt er vor drohender Handlungsunfähigkeit und schlägt die Einrichtung eines solidarischen Tilgungsfonds vor.

Dringender Handlungsbedarf

Steinbrück bezeichnet die finanzielle Lage der Kommunen als „dramatisch schlecht“. Er warnt, dass das Vertrauen der Bürger in die Leistungsfähigkeit des Staates vor allem vor Ort auf dem Spiel stehe.

Vorschlag für einen Sonderfonds

Der Ex‑Finanzminister will Altschulden der Gemeinden in einen speziellen Fonds überführen, der über Jahre hinweg solidarisch getilgt werden soll – vergleichbar mit dem Wiedervereinigungs‑Fonds. Damit sollen die Kommunen sofort entlastet werden, ohne die Belastung auf Bund und Länder zu verlagern.

Reaktionen aus der Kommunalpolitik

Landkreistagspräsident Achim Brötel (CDU) hat bereits vor den Rekorddefiziten gewarnt, die es seit Gründung der Bundesrepublik nicht mehr gegeben habe. Er sieht in Steinbrücks Plan einen möglichen Ausweg, betont jedoch, dass finanzielle Unterstützung durch Bund und Länder unverzichtbar bleibt.

Kommissionsmitglied spricht

Steinbrück ist Mitglied der unabhängigen „Kommission für einen handlungsfähigen Staat“ und sieht den Schuldenschnitt als Kernstück einer umfassenden Reform, um die Handlungsfähigkeit der Kommunen langfristig zu sichern.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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