Aufruf zum Aufschwung‑Schwur
Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU‑Fraktion, forderte die SPD, sich mit einem förmlichen Schwur zu den vereinbarten Reformen zu bekennen. „Wir müssen uns als Koalition einen Aufschwung‑Schwur geben: dass wir uns versprechen, Wachstum hat jetzt Vorfahrt“, sagte er der Bild am Sonntag.
Koalition zwischen Union und SPD
Spahn räumte ein, dass das Zusammenarbeiten „manchmal mühsam“ sei. Trotz Differenzen sehe er die Chance, umstrittene Vorhaben wie das Infrastrukturgesetz und die geplante Wahlrechtsreform zu verabschieden. „Wir bleiben so lange miteinander sitzen, bis wir zu Entscheidungen gekommen sind“, erklärte er.
Rückendeckung für Kanzler Merz
Im Gespräch stärkte Spahn Bundeskanzler Friedrich Merz gegen kritische Stimmen aus den eigenen Reihen. „Friedrich Merz ist kein Kuschelkanzler. Er sagt, was er denkt, aneckt ab und packt an“, betonte Spahn.
Keine Kanzlerambitionen
Spekulationen über einen möglichen Kanzlertausch mit Nordrhein‑Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst wies Spahn als „Unsinn“ zurück. Auch eigene Kandidaturen lehne er ab: „Ich habe keine Ambitionen, also schließe ich die einfach aus.“
Langjährige Abgeordnete
Seit mehr als zwanzig Jahren sitze Spahn im Bundestag und bezeichnet das Parlament als „Herzkammer der Demokratie“. „Der Vorsitzende der größten Mehrheitsfraktion zu sein, ist eine echt schöne Aufgabe“, fügte er hinzu.




