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Reform des Arbeitszeitrechts nach Kanzleramts‑Gipfel

Spahn fordert flexiblere Arbeitszeitregelungen

Spahn fordert flexiblere Arbeitszeitregelungen

Jens Spahn (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) drängt nach dem Reform‑Gipfel im Kanzleramt auf eine Neugestaltung des Arbeitszeitrechts. Er fordert mehr Flexibilität bei der Wochenarbeitszeit und will zugleich den gesetzlichen Arbeitsschutz erhalten. Gleichzeitig spricht er sich für eine Überarbeitung des umstrittenen Paragrafen 188 StGB aus.

Flexiblere Wochenarbeitszeit

Im Gespräch mit der „Bild am Sonntag“ betonte Spahn, dass die aktuelle Regelung bei Spätnächten – etwa wenn Beschäftigte um 23 Uhr noch E‑Mails beantworten – nicht praktikabel sei. Derzeit dürfe man am nächsten Morgen nicht sofort wieder anfangen, ein Umstand, der vielen Unternehmen und Arbeitnehmern abschrecke.

Der Fraktionschef sieht in einer freiwilligen, aber rechtlich abgesicherten Flexibilisierung des Arbeitszeitmodells einen Kompromiss, den Union und SPD im Gipfel vereinbart haben. Er gehe davon aus, dass die SPD die Vorhaben unterstützen werde, ähnlich wie bei den Rentenreformen, bei denen es teils Widerstand gab.

Paragraf 188: Reform nötig

Spahn kritisiert zudem den Paragrafen 188 des Strafgesetzbuches, der die Beleidigung von Politikern besonders ahndet. „Der Schutz vor Hass ist wichtig, aber die Regelung wirkt auf viele als Sonderrecht für Mächtige“, sagte er. Der Fraktionschef fordert eine Anpassung, die klare Grenzen zieht, ohne den grundsätzlichen Schutz zu schwächen.

Ein solcher Schritt könnte das Vertrauen in das Justizsystem stärken, weil Bürger sich nicht mehr benachteiligt fühlen.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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