Ueber uns Werbung Kontakt Newsletter 18 C Stuttgart

Völkerrecht verliert an Gewicht

Deutschlands Friedensforschung warnt vor Zerfall der Weltordnung

Deutschlands Friedensforschung warnt vor Zerfall der Weltordnung

Vorstellung Friedensgutachten 2026 am 08.06.2026, via dts Nachrichtenagentur

Am Montag stellte das gemeinsame Friedensgutachten 2026 in Berlin die dramatische Verschlechterung des internationalen Regelwerks fest. Deutsche Forschungseinrichtungen berichten von einer Normalisierung militärischer Gewalt und einer „Welt der Warlords“, in der Großmächte das Völkerrecht systematisch umgehen.

Gewalt als Politikstandard

Die Analyse der Institute BICC, IFSH, INEF und PRIF zeigt, dass sich militärische Macht inzwischen als routinemäßiges Instrument der Außenpolitik etabliert hat. USA, Russland und Israel werden als besonders prägend genannt, während Pakistan, die Türkei, Äthiopien und die Golfmonarchien regionale Konfliktdynamiken verstärken.

Völkerrecht in der Krise

Die Autoren sehen die Vereinten Nationen in einer strukturellen Pattsituation, weil Großmachtrivalitäten zentrale Entscheidungsprozesse blockieren. Trotzdem wird das multinationale System als einzig sinnvolle Ordnungsrahmen bewertet. Deutschland solle seine europäische Führungsrolle nutzen, um das Völkerrecht wieder in den Mittelpunkt zu rücken.

Empfehlungen aus Berlin

Konkrete Vorgaben umfassen die Stärkung multilateraler Institutionen, den Aufbau resilienter Lieferketten und die Sicherung digitaler Souveränität. Auf der Ebene der Sanktionen fordert Conrad Schetter (BICC) klare, einheitliche Regeln, während Tobias Debiel (INEF) die Notwendigkeit betont, Rückzugsbedingungen transparent zu definieren.

Entwicklungszusammenarbeit unter Druck

Kürzungen bei der Entwicklungsbilanz gefährden fragile Staaten weiter. Die Wissenschaftler fordern eine bessere Koordination europäischer Programme und eine verlässliche Finanzierung, um die Destabilisierung zu verhindern.

Die wichtigsten Baden-Württemberg-News zuerst

Bleiben Sie bei Nachrichten, Wetter, Verkehr, Verbraucherthemen und Freizeittipps aus Baden-Württemberg immer auf dem Laufenden. Legen Sie InsideBW als bevorzugte Quelle bei Google fest und sehen Sie unsere Inhalte künftig häufiger in den Google-Nachrichten.

Jetzt InsideBW.de bei Google bevorzugen

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

Methodik-Hinweis:
insideBW prüft Informationen nach redaktionellen Standards. Wie wir arbeiten? Mehr dazu: Quellen & Methodik .