Keine Öffnung nach Friedensschluss
Andrij Sybiha sprach am Freitagabend mit der staatlichen Nachrichtenagentur Ukrinform. Trotz laufender Friedensverhandlungen soll die Einreise für russische Staatsbürger weiterhin stark eingeschränkt bleiben.
Derzeit benötigen Russen ein Visum, eine Sondergenehmigung und eine gründliche Überprüfung durch ukrainische Sicherheitsbehörden. Diese Vorgaben sollen laut Sybiha auch nach einem Ende der Feindseligkeiten gelten.
Bevölkerungsrückgang als Kontext
Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) beziffert den Rückgang der ukrainischen Bevölkerung seit 2022 auf etwa zehn Millionen Menschen – rund ein Viertel der Vor‑Krieg‑Bevölkerung. Flucht, sinkende Geburtenraten und eine durch den Krieg erhöhte Sterblichkeit sind die Hauptgründe.
Keine Massenmigration aus Russland erwartet
Sybiha zeigte sich zuversichtlich, dass nach Kriegsende keine massive Auswanderung russischer Bürger in die Ukraine stattfinden wird. Die Politik der Sondergenehmigungen soll demnach vor allem Sicherheitsinteressen dienen und nicht auf eine wirtschaftliche Abschottung abzielen.




