Erweiterung beschleunigen
Merz und Macron wollen Balkan schneller in EU
Friedrich Merz und Jakov Milatovic am 05.06.2026, Marko Kranjc/Withfirelive via dts Nachrichtenagentur
Beim EU‑Westbalkan‑Gipfel in Montenegro forderten Bundeskanzler Friedrich Merz und französischer Präsident Emmanuel Macron eine raschere Aufnahme der Balkanstaaten in die Europäische Union. Sie kritisierten die Union für ihr Zögern, das seit über einem Jahrzehnt keine neuen Mitgliedsstaaten hervorgebracht hat.
Gipfel in Tivat: Gemeinsames Konzept
In Tivat präsentierten Merz und Macron ein Konzept, das den Kandidaten Beobachterstatus in den EU‑Institutionen sowie einen gestuften Zugang zum Binnenmarkt vorsieht. Ziel sei, Reformen anzuregen und die Integration zu beschleunigen.
Regionale Lage
Montenegro, Albanien, Bosnien‑ und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien und Serbien streben seit Jahren eine EU‑Mitgliedschaft an. Die Länder stehen vor Herausforderungen wie korrumpierten Institutionen, ungelösten Grenzstreitigkeiten und teils starkem Russland‑Einfluss.
Reaktionen vor Ort
Präsident Jakov Milatovic bezeichnete den Gipfel als „Wendepunkt“. Albanischer Ministerpräsident Edi Rama blieb vorsichtig und forderte mehr konkrete Unterstützung. In Brüssel wird hingegen die Nähe Serbiens zu Moskau kritisch beobachtet.
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Quelle
- (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.
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