Verteidigungspolitik – zu wenig, zu spät
Merkel gestand ein, dass der Anstieg der Bundeswehr‑Finanzierung während ihrer Amtszeit zu schleppend verlief. Obwohl sie die Aussage ablehnt, dass die Truppe zu Beginn des russischen Angriffs „blank“ gewesen sei, erkenne sie rückblickend, dass die notwendigen Schritte nicht schnell genug umgesetzt wurden.
Digitalisierung – ein föderaler Stolperstein
Zur Digitalisierung äußerte die Ex‑Kanzlerin deutliche Unzufriedenheit. Sie berichtete, dass die ambitionierten Ziele an den föderalen Strukturen gescheitert seien, und wünschte dem jetzigen Digitalminister Karsten Wildberger Erfolg – obwohl die Umsetzung ihrer Vorhaben beim Rückblick zu langsam gewesen sei.
Klimapolitik – Vorsorgeprinzip vernachlässigt
Auch beim Klimaschutz habe Merkel Defizite gesehen. Sie könne nicht behaupten, das gesetzte Vorsorgeprinzip erfüllt zu haben, da die Maßnahmen nicht ausgereicht hätten, um die notwendigen Klimaziele zu erreichen.
Keine neuen Ämter, keine Vermittlungsrolle
Auf die Frage nach einem möglichen Rückzug in ein neues Amt oder einer Vermittlerrolle im Ukraine‑Krieg verneinte Merkel entschieden. Sie verwies auf die zeitlich begrenzte politische Macht und betonte, dass Verhandlungen mit Präsident Putin nur von legitimierten Akteuren geführt werden könnten.




