Rückkehrzahlen im Überblick
Die Umfrage des Nachrichtenmagazins Focus erfasst Daten aus allen 16 Bundesländern. Bayern führt mit 2 761 Rückkehrern, während Hamburg mit nur 52 zurückgekehrten Syrern am unteren Ende liegt. Im Vergleich dazu meldete das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) für das gesamte Vorjahr lediglich 3 678 Rückkehrer.
Weltweiter Kontext
Das UN‑Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) verzeichnet seit Kriegsende weltweit 1,63 Millionen syrische Rückkehrer, vor allem aus der Türkei, dem Libanon und Jordanien. Deutschland bleibt damit ein eher kleiner Ausgangspunkt.
Einbürgerung versus Rückkehr
Gleichzeitig bleibt die deutsche Staatsbürgerschaft für viele Syrer attraktiv. Im vergangenen Jahr ließen sich allein in Nordrhein‑Westfalen 18 567 Syrer einbürgern, während nur 837 das Land wieder verließen. Ähnliche Verhältnisse gelten in Bremen und den übrigen Bundesländern.
Politische Reaktionen
Die Bundesregierung prüft, die freiwillige Rückkehrprämie von 1 000 auf bis zu 8 000 Euro zu erhöhen. Unionsfraktionsvize Günter Krings spricht von einer „günstigeren Lösung für alle Seiten“. Im März besuchte Übergangspräsident Ahmed al‑Scharaa den deutschen Kanzler Friedrich Merz, wobei Merz die Rückkehr von 80 % aller syrischen Flüchtlinge in den nächsten drei Jahren anstrebte.

