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Belastungen ungleich verteilt

Pflegereform: Wirtschaftsexperte Truger warnt vor „Kürzungshammer“

Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Wirtschaftsweise Achim Truger kritisiert den aktuellen Referentenentwurf der Pflege‑Reform. Er sieht das Geld‑gefüge unausgewogen: Mehreinnahmen machen nur ein Viertel der Einsparungen aus, die Kürzungen drei Viertel. Besonders der Bund, die Kommunen und pflegebedürftige Menschen sollen die Last tragen, während Arbeitgeber nahezu ungeschoren davonkommen.

Ungleiche Lasten laut Truger

Im Interview mit ntv am Freitag stellte Truger fest, dass die geplanten Einsparungen zu Lasten der Versicherten und Kommunen gehen. Die Beitragssätze würden laut dem Entwurf kaum steigen, dafür sollen Eigenanteile und Sozialhilfequoten anziehen.

Bund und Arbeitgeber bleiben außen vor

Der Wirtschaftswissenschaftler argumentiert, dass der Bund sich seiner Verpflichtungen entzieht und Arbeitgeber kaum mehr zahlen müssen. Gleichzeitig sollen die Kommunen mehr Pflege‑Hilfen finanzieren und die Tarifbindung in der Pflege für vier Jahre ausgesetzt werden.

Forderungen nach Gerechtigkeit

Truger fordert eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze, um Besserverdiener stärker zu belasten, und eine höhere Belastung für kinderlose Beitragszahler. Nur so sei ein ausgewogenes Finanzierungssystem möglich.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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