Konkrete Kritik aus dem Pflege‑Sektor
Thomas Greiner äußerte gegenüber der Rheinischen Post, dass das Reformpaket „mit milliardenschwerer Hütchenspielerei die Leute schwindelig macht“. Er warnt, dass Beitragszahler, Pflegebedürftige und Kommunen die Kosten tragen, ohne dass ein neuer Platz entsteht.
Wartezeiten bleiben bestehen
Laut dem AGVP warten ältere Menschen derzeit bis zu anderthalb Jahre auf einen stationären Platz. Greiner bezweifelt, dass die geplanten Ausgleichs‑ und Entlohnungsmaßnahmen an der Wurzel des Problems ansetzen.
Pflege zu Hause: ein reales Problem
Der Verband stellt ebenfalls die Idee in Frage, Angehörige künftig stärker einzubeziehen. „Nicht einmal die Hälfte der Deutschen will oder kann pflegebedürftige Angehörige selbst versorgen“, heißt es weiter. Wer soll dann die geplanten Pflegebegleiter betreuen?
Alternative Konzepte gefordert
Stattdessen fordert Greiner innovative Versorgungskonzepte, die nach seiner Ansicht bereits von Pflegeeinrichtungen und -kräften vor Ort entwickelt werden. „Wir wissen, was gebraucht wird“, sagte er.
Politischer Hintergrund
Am Mittwoch leitete Ministerin Warken die Ressortabstimmung zu einem Referentenentwurf ein, der ein Maßnahmenpaket zur Angleichung von Einnahmen und Ausgaben der Pflegeversicherung beinhaltet. Ziel sei es, das steigende Defizit zu schließen.





