AfD‑Delegation im russischen Wirtschaftsforum
Im März trafen sich mehrere AfD‑Bundestagsabgeordnete in Sankt Petersburg, um am von Wirtschaftskreisen organisierten Forum teilzunehmen. Der Anlass war offiziell ein Austausch über Handel und Investitionen, jedoch fiel die Einladung in ein politisch angespanntes Umfeld.
Kritik aus der FDP
Wolfgang Kubicki, der seit Anfang des Jahres FDP‑Vorsitzender, äußerte gegenüber dem „Spiegel“ deutliche Vorbehalte. „Die AfD inszeniert Außenpolitik wie ein Laientheater“, sagte er und verwies darauf, dass der Besuch vor allem der innenpolitischen Profilierung diene.
Kein erkennbarer Nutzen?
Laut Kubicki bringe die Reise weder wirtschaftlich noch friedenspolitisch einen erkennbaren Mehrwert. „Wem er auch nützen mag – den deutschen Interessen jedenfalls nicht“, fuhr er fort. Er verglich die Aktion mit einer „Teestunde in der Tundra“, die keinen Einfluss auf den Weltfrieden habe.
Reaktionen und Kontext
Die AfD hat bislang keine Gegenargumente veröffentlicht. Beobachter verweisen jedoch auf die angespannte Lage zwischen Deutschland und Russland seit der Ukraine‑Krise. Der Besuch könnte daher als Signal an russische Partner interpretiert werden, das jedoch bei vielen Beobachtern auf Skepsis stößt.



