Italo will ab 2028 deutsche Strecken bedienen
Das italienische Unternehmen Italo plant, im Stundentakt zwischen München, Frankfurt, Köln und Dortmund sowie im Zweistundentakt auf der Strecke München–Berlin–Hamburg zu verkehren. Der Vorstoß zielt darauf ab, den deutschen Fernverkehrs‑Markt zu öffnen, auf dem die DB bislang rund 95 % der Fahrgäste transportiert.
DB sieht Risiken für den Nahverkehr
„Zusätzlicher Fernverkehr wird nach den bestehenden Vorrangregeln den Regionalverkehr ausdünnen oder zu vermehrten Verspätungen führen“, erklärte van Zijderveld gegenüber Politico. „Millionen Pendler könnten dadurch im Alltag darunter leiden“.
Bundesnetzagentur steht vor Entscheidung
Eine Grundsatzentscheidung der Bundesnetzagentur zu Italos Markteintritt wird noch im Laufe des Monats erwartet. Die Deutsche Bahn fordert mindestens fünf Jahre Übergangszeit, um die Einführung neuer Anbieter zu koordinieren und die EU‑Kapazitätsverordnung bis 2031 umzusetzen.
DB appelliert an die Politik
„Wir sind nicht gegen Wettbewerb, aber wir brauchen einen geordneten Übergang“, so van Zijderveld. Er betont, dass der Regionalverkehr eine Daseinsvorsorge darstelle und täglich fast fünf Millionen Menschen mobilisiere. Verantwortliche dürften das nicht aus den Augen verlieren.





