Stellenabbau laut Koalitionsvertrag
Union und SPD haben im Koalitionsvertrag vereinbart, bis 2029 in Ministerien, Kanzleramt, Bundesbehörden und der Bundestagsverwaltung mindestens acht Prozent der Stellen zu reduzieren. Gleichzeitig soll die Verwaltung durch Digitalisierung, KI, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit stärker vernetzt werden.
Personalrat sieht Risiken
Der Personalrat kritisiert, dass die geltenden tariflichen Rahmenbedingungen bereits jetzt zu Nachbesetzungsengpässen und hoher Fluktuation führen. Eine „gläserne Decke“ bei der Personalentwicklung verhindere, dass anspruchsvollere Aufgaben zu besseren Aufstiegschancen oder höherer Bezahlung führen.
Reaktionen aus Politik und Gewerkschaften
Das Innenministerium verwies darauf, dass die Personalvertretung kein allgemeinpolitisches Mandat habe und betonte, dass Vorschläge am Verhandlungstisch zu klären seien. Verdi-Vizechefin Christine Behle bezeichnete die Kürzungspläne als Fehlentscheidung und verwies auf rund 600 000 offene Stellen im öffentlichen Dienst.
Forderung nach einheitlicher Bewertung
Der Personalrat fordert eine bundesweit einheitliche und zukunftsorientierte Bewertung von Tätigkeiten, um die gläserne Decke zu durchbrechen und die Attraktivität des öffentlichen Dienstes zu sichern.




