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Vier-Länder-Format als neuer Friedensrahmen

Südkorea fordert Vierer‑Friedensgespräche mit USA, China und Pjöngjang

Südkorea fordert Vierer‑Friedensgespräche mit USA, China und Pjöngjang

Südkorea (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Südkoreas Vereinigungsminister Chung Dong‑young (Seoul) hat in Ulaanbaatar ein Viererformat ins Spiel gebracht, das Nord‑ und Südkorea, die USA und China in Friedensverhandlungen einbinden soll. Ziel: ein dauerhaftes Friedensregime für die koreanische Halbinsel und darüber hinaus.

Vierer‑Format auf dem Tisch

Bei einer Konferenz in der Mongolei schlug Chung Dong‑young einen Gesprächsrahmen vor, an dem neben Seoul und Pjöngjang auch Washington und Peking teilnehmen sollen. Der Minister betonte, dass das Vertrauen zwischen den koreanischen Staaten wiederhergestellt werden müsse, bevor weitere Schritte folgen.

Langfristige Perspektive

Chung sieht ferner die Möglichkeit, die Mongolei, Japan und Russland künftig in den Dialog zu integrieren. „Nur wenn Vertrauen, ein institutionelles Friedensregime und ein multilateraler Nordostasien‑Dialog zusammen voranschreiten, entsteht eine neue Friedensordnung“, erklärte er.

Greater Tumen Initiative als Hebel

Als konkretes Instrument verwies Chung auf die Greater Tumen Initiative (GTI). Projektideen reichen von einer gemeinsamen arktischen Seeroute bis zu einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Seoul und Peking. Nordkorea, so Chung, könne als größter Nutznießer wieder in die GTI einsteigen.

Politischer Kontext

Die Idee passt in die Friedens‑ und Entspannungspolitik der Regierung Lee Jae‑myung, die eher auf Koexistenz als auf Wiedervereinigung zielt. Ob die beiden Großmächte das Angebot aufnehmen, bleibt abzuwarten – die USA haben ihr strategisches Engagement in der Region zuletzt verstärkt, China wiederum sucht nach Einflussmöglichkeiten im Nordostasien‑Diskurs.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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