Ueber uns Werbung Kontakt Newsletter 18 C Stuttgart

Kritik an Fortzahlung bei wenig Einfluss

Hessischer Minister fordert UN-Beitragskürzung nach Niederlage im Sicherheitsrat

Hessischer Minister fordert UN-Beitragskürzung nach Niederlage im Sicherheitsrat

Vereinte Nationen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Nach der Abstimmung im Sicherheitsrat, bei der Deutschland keinen Sitz erhielt, fordert Manfred Pentz (CDU), Hessens Minister für Internationales, eine Senkung des deutschen Beitrags an die Vereinten Nationen. Er bezog sich dabei auf die aktuelle Höhe von rund 4,4 Milliarden Euro, die Deutschland 2024 an die UN zahlte.

Verlust im Sicherheitsrat provoziert Debatte

Die hessische Landesregierung hat nach der Niederlage Deutschlands im Wahlgang für den UN‑Sicherheitsrat eine Kürzung des jährlichen UN‑Beitrags vorgeschlagen. Minister Pentz argumentierte, dass ein Land, das nicht im Gremium mitentscheidet, kaum noch Nutzen aus einer so hohen finanziellen Unterstützung ziehe.

Finanzielle Dimension

Deutschland war im vergangenen Jahr mit etwa 4,4 Milliarden Euro der zweitgrößte Geldgeber der UN. Der Betrag deckt einen Großteil des regulären Budgets sowie verschiedener Friedensoperationen ab.

Argumentationslage der Landesregierung

Pentz betonte, dass die finanzielle Last nicht allein dem Prestige, sondern konkretem politischem Einfluss unterliege. Ohne Sitz im Sicherheitsrat, so seine Sicht, fehle der nötige Rückgabemechanismus für das investierte Geld.

Reaktionen aus Berlin

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock reagierte mit Hinweis auf die multilaterale Verantwortung Deutschlands. Eine Kürzung des Beitrags sei nicht vorgesehen, solange kein breiter Konsens im Kabinett bestünde.

Ausblick

Der Vorschlag der hessischen Regierung soll im kommenden Monat im Landtag diskutiert werden. Ob er bundesweit nachgezogen wird, hängt von weiteren politischen Bewertungen und dem Fortbestand des deutschen Engagements in den Vereinten Nationen ab.

Die wichtigsten Baden-Württemberg-News zuerst

Bleiben Sie bei Nachrichten, Wetter, Verkehr, Verbraucherthemen und Freizeittipps aus Baden-Württemberg immer auf dem Laufenden. Legen Sie InsideBW als bevorzugte Quelle bei Google fest und sehen Sie unsere Inhalte künftig häufiger in den Google-Nachrichten.

Jetzt InsideBW.de bei Google bevorzugen

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

Methodik-Hinweis:
insideBW prüft Informationen nach redaktionellen Standards. Wie wir arbeiten? Mehr dazu: Quellen & Methodik .