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Bundeswirtschaftsministerin drängt auf langsameres Reduktions‑Tempo

Reiche will EU-Emissionshandel weiter lockern

Reiche will EU-Emissionshandel weiter lockern

Katherina Reiche (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) fordert bei der geplanten Reform des Europäischen Emissionshandels für Energie und Industrie ein noch langsameres Rückgangstempo der CO₂‑Zertifikate. Das Ziel: mehr kostenlose Zuteilungen, geringere Einnahmen für den Klima‑ und Transformationsfonds und zusätzliche Förderinstrumente für Unternehmen, die bereits in grüne Technologien investiert haben.

Reiche fordert Anpassungen beim ETS‑Reformvorschlag

In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen‑Fraktion teilte das Wirtschaftsministerium mit, dass die Bundesregierung grundsätzlich das ETS‑1 unterstützt, aber Nachbesserungsbedarf sieht. Kritisch sei insbesondere die geplante Verlängerung der kostenlosen Zertifikatszuteilungen seitens der EU‑Kommission.

Finanzielle Folgen für den KTF

Die Erlöse aus der Versteigerung von CO₂‑Zertifikaten fließen in den deutschen Klima‑ und Transformationsfonds (KTF). Mehr kostenlose Zertifikate würden die Einnahmen kürzen – ein Problem, das Reiche mit ergänzenden Förderprogrammen für sogenannte First‑Mover‑Unternehmen ausgleichen will.

Verlängerte Freigabe bis 2039

Nach Angaben der Regierung soll die Reduktion der Zertifikatsmenge erst ab 2036 gelockert werden. Selbst nach 2039 solle noch ein begrenztes Kontingent verfügbar bleiben – ein deutlich langsameres Abschwächungs‑Tempo als bisher vorgesehen.

Grünen kritisieren die Maßnahme

Grünen‑Chef Felix Banaszak warnt, dass die Lockerung Unternehmen benachteilige, die bereits früh in klimafreundliche Produktion investiert haben. „Das Signal lautet: Wartet ab – das ist weder gut für das Klima noch für die Wettbewerbsfähigkeit“, sagte er. Kollege Julian Joswig ergänzt, dass das Vorgehen der Regierungsfraktion Verunsicherung schaffe und Verantwortung gegenüber Standorten und Beschäftigten verpuffe.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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