Wo es am Nachmittag besonders heftig kracht
Die Gewitterzellen entwickeln sich ab dem Mittag zunächst vereinzelt und breiten sich ab dem Nachmittag verbreitet über das Land aus. Der Deutsche Wetterdienst hat für die Stadt Ulm sowie den Alb-Donau-Kreis bereits eine amtliche Warnung der Stufe 2 vor starkem Gewitter herausgegeben.
Besonders heftig dürfte es nach den aktuellen Modellprognosen im südlichen Schwarzwald sowie im gesamten Südosten bis hin zum Alpenrand werden. Hier stufen die Meteorologen die Lage als lokal unwerwetterartig ein, da die Kaltfront auf aufgeheizte Luftmassen trifft.

Diese Zahlen fallen bei der Warnung auf
Die Kaltfront bringt immense Energiemengen mit sich, die sich in heftigen Wetterphänomenen entladen.
Die Vorhersagewerte des DWD im Überblick:
- Starkregen: In den meisten Regionen fallen um die 20 l/qm in einer Stunde. In den Unwetterzonen des Südostens drohen extreme Mengen von bis zu 30 l/qm in kurzer Zeit.
- Hagel: Die Gewitterzellen können dicke Hagelkörner mit einem Durchmesser von rund 2 Zentimetern produzieren.
- Windgeschwindigkeiten: Während verbreitet starke bis stürmische Böen zwischen 50 und 70 km/h erwartet werden, sind im Südosten schwere Sturmböen um die 90 km/h nicht ausgeschlossen.
Angesichts dieser Werte warnt der DWD vor akuter Gefahr durch Blitzschlag sowie vor umstürzenden Bäumen und herabstürzenden Ästen. Auf den Straßen kann es durch plötzliche Überflutungen von Unterführungen und Fahrbahnen zu Aquaplaning kommen. Die Bevölkerung wird aufgerufen, den Aufenthalt im Freien zu meiden und Fahrzeuge sicher abzustellen.
So geht es in den kommenden Tagen weiter
Die Unwetterlage schwächt sich erst in der Nacht zum Mittwoch langsam ab. Bis spätestens 20:30 Uhr will der Deutsche Wetterdienst ein umfassendes Update zur aktuellen Zugrichtung der Gewitterlinie vorlegen.
Auch der Mittwoch bringt für Baden-Württemberg noch keine dauerhafte Entspannung. Vor allem in der Osthälfte des Landes muss zur Mittagszeit und am Nachmittag erneut mit einzelnen Gewittern und stürmischen Böen von bis zu 70 km/h gerechnet werden. Die Temperaturen gehen spürbar zurück und pendeln sich am Mittwoch und Donnerstag auf kühlere 16 bis 22 Grad ein. Ein neues Hochdruckgebiet ist erst für die kommende Woche in Sicht.



