Günstig urlauben trotz Krise

Bahn lockt Familien mit Sommer-Flatrate für 99,99 Euro

Bahn lockt Familien mit Sommer-Flatrate für 99,99 Euro

Ein ICE der Deutschen Bahn fährt auf Gleisen (Archivbild).

Die Deutsche Bahn will Familien trotz Energiekrise und steigender Spritpreise Reisen ermöglichen. Zum Pauschalpreis von 99,99 Euro können Familien in den Sommerferien mit Fernverkehrszügen durch ganz Deutschland fahren – inklusive Sitzplatzreservierung. Die Aktion soll die Teuerung abfedern.

Neues Ticket für Familien

Für schlappe 99,99 Euro soll es im Sommer eine Familien-Flatrate für Zugreisen geben. Das berichtet der „Stern“ unter Berufung auf die Deutsche Bahn. Die Aktion gilt für die Fernverkehrszüge und soll Familien eine bezahlbare Urlaubsreise ermöglichen. Angesichts der Energiekrise und der hohen Spritpreise soll das Angebot gezielt für den Sommer geschaffen werden.

Bahnchefin Evelyn Palla betont die Wichtigkeit des Sommerurlaubs, gerade für Kinder. „Jeder soll in Deutschland weiterhin die Möglichkeit haben, in den Urlaub zu fahren“, sagte sie dem Magazin. Die Flatrate ist für maximal fünf Personen gedacht und ab Mitte Juni buchbar. Gültig ist sie bundesweit bis zum Ende der bayerischen Schulferien Mitte September.

Gegen Teuerung, aber Pünktlichkeit bleibt Problem

Das neue Angebot ist Teil einer Offensive der Bahn, um Verbraucher angesichts der Teuerung zu entlasten. Palla bezeichnet die Bahn als „Stabilitätsanker“ in Krisenzeiten. Daher wird es auch in den kommenden zwölf Monaten keine Ticketpreiserhöhungen geben. Viele Reisende sollen dadurch Planungssicherheit erhalten. Zusätzlich verkauft die DB seit Mai Last-Minute-Tickets ab 6,99 Euro für Restplätze im Fernverkehr.

Doch die Bahn wirbt mit diesen Lockangeboten auch um Geduld. Denn die Zuverlässigkeit der Züge ist ein bekanntes Problem. Die Pünktlichkeit im Fernverkehr liegt derzeit bei unter 60 Prozent – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren. „Es gibt nicht den einen Hebel, den ich umlegen kann, und prompt werden wir wieder pünktlicher“, räumt Palla ein. Sie kündigte eine „neue Ehrlichkeit“ an, erst müsse die sinkende Pünktlichkeit gestoppt werden, bevor es wieder bergauf gehe.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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