Ueber uns Werbung Kontakt Newsletter 18 C Stuttgart

Kleine Betriebe besonders betroffen

Handwerk kämpft: Mehr Umsatzverluste als Gewinne

Gewerbliche Tätigkeiten im Handwerk (Archivbild), via dts Nachrichtenagentur

Das deutsche Handwerk verzeichnet im Jahr 2024 einen leichten Umsatzrückgang. Während große Unternehmen zulegen, leiden insbesondere kleine Betriebe unter einem deutlichen Minus. Deutlich werden die Unterschiede zwischen den einzelnen Gewerken, wobei das Ausbaugewerbe und die Kfz-Branche zu den Verlierern zählen.

Dämpfer für den Sektor

Von den rund 564.000 Handwerksbetrieben in Deutschland kam im vergangenen Jahr ein Umsatz von insgesamt 762 Milliarden Euro. Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldete am Donnerstag einen leichten Rückgang um 0,6 Prozent. Auch die Zahl der Betriebe schrumpfte geringfügig um 0,7 Prozent. Die gut 6 Millionen Menschen, die im Handwerk tätig sind – darunter 4,1 Millionen mit fester sozialversicherungspflichtiger Anstellung – spüren die Auswirkungen.

Große legen zu, Kleine bluten

Die Krise im Handwerk ist nicht gleich verteilt. Während Betriebe mit 50 oder mehr Mitarbeitern ein Umsatzplus von 3,4 Prozent verbuchen konnten, sieht es für die Kleinen düster aus. Kleine Handwerksunternehmen mit weniger als fünf Beschäftigten mussten einen erheblichen Umsatzrückgang von 15,1 Prozent hinnehmen. Das unterstreicht die Schwierigkeiten, die oft stark von Konjunkturschwankungen abhängen.

Ausbaubranche unter Druck

Besonders betroffen ist das Ausbaugewerbe. Hier sank die Zahl der Unternehmen um 2,1 Prozent, der Umsatz brach sogar um 3,2 Prozent ein. Auch das Bauhauptgewerbe verzeichnete ein Minus von 1,2 Prozent. Ganz anders das Bild im Gesundheitsgewerbe: Augenoptiker, Hörakustiker und Zahntechniker konnten ihre Umsätze um satte 4,1 Prozent steigern. Das Kraftfahrzeuggewerbe legte ebenfalls zu (+3,3 Prozent).

Handwerk im Gesamtbild

Trotz der aktuellen Herausforderungen bleibt das Handwerk ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Sein Anteil am Gesamtumsatz der deutschen Wirtschaft betrug im vergangenen Jahr 7,8 Prozent. Fast jeder achte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeitet im Handwerk.

Die wichtigsten Baden-Württemberg-News zuerst

Bleiben Sie bei Nachrichten, Wetter, Verkehr, Verbraucherthemen und Freizeittipps aus Baden-Württemberg immer auf dem Laufenden. Legen Sie InsideBW als bevorzugte Quelle bei Google fest und sehen Sie unsere Inhalte künftig häufiger in den Google-Nachrichten.

Jetzt InsideBW.de bei Google bevorzugen

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

Methodik-Hinweis:
insideBW prüft Informationen nach redaktionellen Standards. Wie wir arbeiten? Mehr dazu: Quellen & Methodik .