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Viele Konzerne zögern mit Bonus

Entlastungsprämie: Dax-Unternehmen zeigen Zurückhaltung

Entlastungsprämie: Dax-Unternehmen zeigen Zurückhaltung

Anzeigetafel in der Frankfurter Börse (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Mehr als die Hälfte der DAX-Unternehmen scheint sich mit der Auszahlung der von der Bundesregierung geplanten Entlastungsprämie schwerzutun. Eine Umfrage der "Bild am Sonntag" zeigt, dass viele Konzerne noch auf klare gesetzliche Rahmenbedingungen warten oder finanzielle Hürden sehen. Die Commerzbank hat die Prämie als "nicht geplant" deklariert.

Commerzbank macht dicht

Die Commerzbank wird die steuerfreie Prämie in Höhe von bis zu 1.000 Euro für ihre Mitarbeiter vorerst nicht auszahlen. Eine Sprecherin begründete die Entscheidung gegenüber der „Bild am Sonntag“ mit zusätzlichen finanziellen Aufwendungen, die in der aktuellen wirtschaftlichen Lage eine „zusätzliche Belastung“ darstellen könnten. Viele Unternehmen stünden branchenübergreifend unter erheblichem Kostendruck, so die Sprecherin.

Großkonzerne prüfen

Auch andere namhafte DAX-Unternehmen halten sich bedeckt. Die Chemiekonzern BASF will die Prämie erst „sorgfältig prüfen und entsprechend bewerten“, sobald die Bundesregierung die rechtlichen Rahmenbedingungen festlegt. Ähnlich äußern sich Hersteller wie Adidas oder Online-Händler wie Zalando. Bei Volkswagen hieß es knapp, man habe den Vorschlag „zur Kenntnis genommen“. BMW verweist auf laufende Tarifverhandlungen und will den Vorschlag ebenfalls „prüfen“.

Kritik an Freiwilligkeit

Der Digital-Konzern Scout24 übt deutliche Kritik an der Idee, staatliche Entlastungen über freiwillige Unternehmensleistungen zu verteilen. „Wir sehen es kritisch, wenn staatliche Entlastungsmaßnahmen über freiwillige Leistungen der Unternehmen umgesetzt werden“, sagte eine Sprecherin der „Bild am Sonntag“. Ihrer Ansicht nach sollten Entlastungen direkt dort ansetzen, wo die Belastung entsteht und gezielter wirken.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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